Auswertung der Umfrage
Dax-Sentiment: Zuversicht kehrt zurück

Erstmals seit längerer Zeit glaubt die Mehrheit wieder an einen höheren Daxstand zum Ende der Woche. Das ist das Fazit des aktuellen Dax-Sentiments, einer Online-Umfrage des Handelsblatts in Zusammenarbeit mit der Postbank. Derzeit befindet sich der deutsche Leitindex zwischen zwei mehrfach getesten Kursschwellen. Die Teilnehmer erwarten eher einen Bruch der Widerstandsmarke.

Die Ergebnisse der jüngsten Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank belegen, die Zuversicht kehrt zurück. Bereits letzte Woche waren deutliche Verschiebungen im Datenkranz erkennbar. Diese haben sich in der aktuellen Umfrage verfestigt. Das Interessanteste dabei ist sicherlich, dass das Gros der befragten Leser erstmals seit sieben Wochen wieder von einem höheren Daxstand zum Ende der Woche ausgeht. Als Referenzwert wurden 6 887 Punkte ermittelt.

(Anmerkung der Redaktion: In der vergangenen Woche konnten wir aus technischen Gründen nur rund 170 Leserstimmen zählen und haben deswegen keine Auswertung gemacht. Der Vergleich in dieser Woche bezieht sich also auf die Zahlen von 14 Tagen.

Die Vorzeichen haben sich wieder umgekehrt. Erstmals seit sieben Wochen haben die Bullen wieder die Oberhand. Das Lager kommt auf 38 Prozent, während es die Bären auf 35 Prozent bringen. Aber auch das Lager der unentschlossenen Leser ist weiter angestiegen und erreich aktuell Werte von 27 Prozent nach nur 13 Prozent vor sechs Wochen. Damit dringt zwar der berechnete Sentimentindex für die kurze Sichtweise mit einem Wert von 3 Prozent erstmals wieder in positives Terrain vor, jedoch von Nachhaltigkeit und ein hohes Commitment kann hier noch nicht die Rede sein.

Und auch die mittelfristige Sichtweise der Leser legt kontinuierlich zu. Aktuell notiert der berechnete Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise bei 35 Prozent nach nur 5 Prozent vor sechs Wochen. Hier ist die Bullenpower wesentlich ausgeprägter und weniger Leser stehen an der Seitenlinie, beziehungsweise befinden sich im Lager der Unentschlossenen. Die Bullen bringen es aktuell auf satte 59 Prozent, während das Lager der Bären nur mit 24 Prozent gefüllt ist. 17 Prozent der befragten Leser stehen hier an der Seitenlinie und warten ab.

Beim Anlagehorizont favorisiert nach wie vor das Gros einen unveränderten Anlagehorizont gegenüber den vergangenen drei Wochen. Das Lager dieser Anlegergruppe ist mit 46 Prozent gut gefüllt und betrug vor fünf Wochen nur 35 Prozent. Der berechnete Zeithorizontindex notiert damit im Schnitt weiter seitwärts und deutet nach wie vor nicht unbedingt auf eine gestiegene Risikoaversion der Leser hin.

Nach wie vor umkämpft der Dax das Widerstandsbündel zwischen 7 049 und 7 190 Punkte. Vergangene Woche missglückte den Bullen ein erneuter Ausbruchsversuch gen Norden. Der Bärenkonter kam prompt und ließ den Dax um über 300 Punkte fallen. Das Unterstützungsbündel zwischen 6 760 und 6 650 Punkte jedoch hielt Stand und so bleibt es bei einer Entscheidungsfindung. Gelingt dem Dax ein Ausbruch gen Norden könnte er schnell 200 bis 300 Punkte höher notieren. Nach unten hin bleibt es bei den, an dieser Stelle schon oft genannten, Marken von 6 120, 5 960 oder im schlimmsten Fall bei 5 800 Punkten.

Die Leser indes favorisieren vom Grundsatz her ein positives Szenario. Auch, wenn sich hier noch nicht allzu viele aus der Deckung getraut haben und noch an der Seitenlinie stehen. Aber genau diese Leserschar wird bei einer Entscheidung gezwungen sein zu agieren. Der sich dann etablierende Impuls kann sich so dynamisieren. Die Triggermarken sind bekannt: Auf der Oberseite mittlerweile 7 060 bis 7 190 Punkte und auf der Unterseite 6 760 bis 6 650 Punkte. Im letzten Fall würde es zwar einen heftigen Rücksetzer in die Region bis 6 400 Punkte geben, jedoch Panik käme vermutlich erst darunter auf. Kurse bis dahin sind scheinbar „mental“ eingepreist.

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