Auswertung von rund 23 000 Depots
Investoren zeigen Geschick bei der Fondsauswahl

Viele Anleger lassen sich von aber ihrer Liebe zur Technik blenden. Trotz der anhaltender Krise vor allem der High-Tech-Aktien sind die Depots vieler Investoren immer noch sehr technologielastig ausgerichtet.

HB/nac DÜSSELDORF. Das ist das Ergebnis eines Depot-Checks des Nachrichtensenders n-tv, der zusammen mit dem Münchener Softwarehaus Tetralog die Anlagestrategien von rund 23 000 Zuschauern ausgewertet hat. Obwohl die Befragung bereits Anfang Mai abgeschlossen war, sind Experten davon überzeugt, dass die grundlegenden Trends nach wie vor Bestand haben.

Aktien von der Deutschen Telekom und von Nokia sind demnach immer noch in vielen Depots vertreten. "Besonders begeistert von Tech-Aktien sind in der Regel solche Investoren, die beruflich viel mit Technologie zu tun haben und glauben, besonders viel Ahnung davon zu haben", sagt Tetralog-Geschäftsführer Andreas Beck. Oft führe jedoch genau dies dazu, dass die Anleger viel zu risikolastig engagiert sind und besonders stark im Minus liegen, weil sie die eigene Kompetenz bezüglich Technikaktien zu hoch einschätzen.

Für besonders kompetent halten sich deutsche Anleger offenbar auch, was Autos angeht. Gefragt ist dabei vor allem heimische Wertarbeit: Während Aktien von zumindest teilweise deutschen Herstellern wie Daimler-Chrysler in fast 30 % aller Depots vertreten waren, fanden sich fast keine rein ausländischen Autobauer. Dabei hätte ein weltweites Engagement das Anlagerisiko deutlich reduziert.

Die Untersuchung kommt außerdem zu dem Resultat, dass die reinen Aktiendepots ein viel schlechteres Chance/Risikoverhältnis aufweisen als Depots, die zumindest teilweise mit Fonds bestückt wurden.

Bei den am häufigsten vertretenen Fonds fällt auf, dass unter den Top 10 in erster Linie Produkte ausländischer Fondsgesellschaften zu finden sind. Lediglich DWS und Dit sind mit jeweils zwei Fonds aufgeführt. Dabei orientieren sich die Anleger offenbar sehr genau an den Bewertungen der Ratingagenturen, denn die meisten Produkte gehören bei den Fondsbewertern zu den Spitzenreitern. "In der Regel beschaffen sich die Anleger ihre Informationen sehr selbständig und verlassen sich nicht auf die Empfehlungen der Hausbank", sagt Jochen Dietrich von der n-tv-Wirtschaftsredaktion.

Fondsexperten bescheinigen den Anlegern bei der Auswahl durchaus Geschmack. "Die ersten drei Fonds der Top-5 haben wir auch auf unserer Favoritenliste", sagt Damian Malik, Fondsanalyst bei der PrivatbankHauck & Aufhäuser. Die Produkte notieren zwar auf Jahressicht in der Verlustzone, haben sich jedoch nach Maliks Erkenntnis besser entwickelt als der zu Grunde liegende Index.

Quelle: Handelsblatt

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