Auswirkungen der Handelspause nicht abschätzbar
Fondshandel wird ab Dienstag wieder aufgenommen

Mit der Wiederaufnahme des Börsenhandels in den USA wollen die Kapitalanlagegesellschaften in Deutschland auch den Handel mit internationalen Aktienfonds wieder regulär aufnehmen.

Reuters FRANKFURT. Eine Woche nach den Terroranschlägen in New York und Washington würden ab Dienstag die Ausgabe- und Rücknahmepreise für Aktien- und Mischfonds mit US-Anteil wieder veröffentlicht, gaben die Activest, Fondstochter der HypoVereinsbank, die Commerzbank-Tochter Adig, der DIT der Dresdner Bank und die Union Investment Gruppe der Raiffeisenbanken am Montag bekannt.

Da zur Fondsbewertung die Schlusskurse der US-Börsen herangezogen würden, könnten diese erst am Dienstag in die Fondsbewertung einfließen, teilte Activest mit.

Fondsanleger können bereits ab Montag wieder Aufträge erteilen

Eine Ausnahme im Fondshandel bilden weiterhin Dachfonds mit US-Anteil in den Aktienzielfonds: Diese in andere Fonds investierten Sondervermögen werden nach Angabe der Gesellschaften erstmals wieder am Mittwoch gehandelt. "Bei Dachfonds kommen die Preise mit einem Tag Verspätung, weil wir auf die reguläre Bewertung der Zielfonds angewiesen sind", erklärte Adig-Pressesprecher Josef Wild.

Fondsanleger können bereits ab Montag wieder Aufträge erteilen, sagte DIT-Sprecher Durstewitz: "Ein Kaufauftrag, der heute bis 14 Uhr erteilt wurde, wird mit Preisen bewertet, die sich heute an den US-Börsen bilden. Der Auftrag wird dann am Dienstag abgerechnet." In der vergangenen Woche erteilte Aufträge konnten jeweils bis zur nächsten Preisberechnung widerrufen werden, hieß es unter anderem bei Activest. Union Investment wies darauf hin, dass bei Fondssparplänen mit Termin 15. September die Aufträge je nach Fonds zum frühestmöglichen Handelstermin ausgeführt werden.

Auswirkungen der Handelspause nicht abschätzbar

Die Aussetzung betraf zuletzt Fonds mit einem nennenswerten Anteil an US-Wertpapieren. Üblicherweise seien das mindestens fünf bis zehn Prozent US-Aktien, erläuterte Wild: "Das hängt davon ab, ob es für die jeweiligen Titel einen funktionierenden Sekundärmarkt gibt."

Wie sich die Handelspause auf Fondsvertrieb und Anlagepräferenzen auswirken, konnten die Fondsgesellschaften zu Wochenanfang noch nicht abschätzen. Schon vor dem Anschlag habe sich allerdings ein Trend weg von schwankenden Aktienprodukten hin zu zinstragenden Anlagen abgezeichnet, berichtete Durstwitz vom DIT: "Ob sich das verstärkt, lässt sich erst Ende der Woche sehen."

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