Auswirkungen im ersten Quartal 2002 erwartet
Credit Suisse Group ändert Kurs

Die CS Group (Credit Suisse Group - CSG) ändert die Geschäftsziele für die Gruppe und die einzelnen Divisionen. Damit soll den früher in diesem Jahr angekündigten organisatorischen Änderungen Rechnung getragen werden, teilt der Finanzkonzern am Freitag mit.

dpa-afx ZÜRICH. Für die Gruppe wird neu mit einer langfristigen Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 % gerechnet, bisher war die CSG von 18 bis 22 % ausgegangen. Die Zielsetzung, eines langfristigen Nettozuflusses beim Neugeld bleibt bei 6 %, wie es hieß.

Ebenfalls belassen wird die angestrebte Eigenkapitalrendite der Credit Suisse First Boston (CSFB). Diese soll über Marktzyklen langfristig 15 bis 20 % betragen. Die Einheit ziele über lange Frist eine Gewinnmarge (vor Steuern) von 25 % an, hieß es.

Bei der Credit Suisse Financial Services (CSFS) wird ein zweistelliges Gewinnwachstum angestrebt; bis in zwei Jahren soll ein Ergebnis von 600 bis 650 Mill. Schweizer Franken (CHF) resultieren. Bisher war die Bank von 400 bis 500 Mill. CHF ausgegangen. Der Bereich Private Banking soll einen Netto-Neugeldzufluss von über 6 % (bisher 5 %) aufweisen, wie es hieß.

Die verwalteten Vermögen der CSG haben sich im Oktober auf 1'317,8 Mrd. $ belaufen, teilte die CSG mit. Im laufenden Jahr seien bisher Netto- Mittelzuflüsse von über 55 Mrd. CHF erfolgt. Das 4. Quartal bleibe aufgrund der schwachen Märkte und Transaktionsvolumen sowie einem sich verschlechternden Klima im Kreditmarkt "herausfordernd". Die laufende Reorganisation dürfte erstmals im 1. Quartal 2002 die Gruppenergebnisse beeinflussen, hieß es.

Neu soll das Geschäft mit vermögenden Schweizer Privatkunden und die Initiative im Bereich der Vermögensverwaltung in Europa als Teil des Private Banking geführt werden, hieß es. Der Bereich ist der Division CSFS angeschlossen .

Die CSFB-Rechnung werde im 4. Quartal 2001 durch einmalige Kosten in Zusammenhang mit der Reorganisation belastet. Dadurch dürfte sich beim operativen Ergebnis der Sparte im Vergleich zum Vorquartal keine Verbesserung einstellen, hieß es.

Bei der CSFB sind durch die Integration der übernommenen DLJ (Donaldson, Lufkin & Jenrette) Einsparungen in der Höhe von 1,3 Mrd. $ erzielt worden. In jenem Zusammenhang seien 2 700 Arbeitspätzen gestrichen worden, hieß es weiter. Weitere Kosteneinsparungs-Maßnahmen über 1 Mrd. $ in der Division seien eingeleitet worden und sollen im Jahr 2002 realisiert werden. 70 % davon sollen durch den Abbau von über 2 000 Arbeitsplätzen resultieren, hieß es.

Bei der CSFS würden bis Ende des laufenden Jahres 500 Mill. CHF eingespart, weitere 600 bis 650 Mill. CHF sollen durch Synergieeffekte und Verbesserungen bei der Kostenstruktur dazukommen, hieß es. Ziel sei, den übergreifenden Vertrieb von Versicherungs- und Bankdienstleistungen voranzutreiben.

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