Auszählung in Dixville Notchabgeschlossen
Bush erringt ersten kleinen Sieg

Traditionell geben die Bewohner eines kleinen Dorfes im Nordosten der USA als erste ihre Stimme für die Präsidentschaftswahl ab. Ihr Votum ist deutlich ausgefallen: 19:7 für Bush.

HB WASHINGTON/DIXVILLE NOTCH. US-Präsident George W. Bush hat bei den Präsidentschaftswahlen in den USA den ersten symbolischen Sieg errungen. In dem kleinen Dorf Dixville Notch im US-Bundesstaat New Hampshire stimmten kurz nach Mitternacht des heutigen Dienstags (Ortszeit) 19 Wähler für Bush und sieben für dessen demokratischen Herausforderer John Kerry. Das teilte das Wahlbüro nach Auszählung der 26 Stimmen mit.

Landesweit wird dagegen mit einem der spannendsten Kopf-an-Kopf- Rennen in der Geschichte der US-Wahlen gerechnet. Der Ausgang ist nach letzten Umfragen völlig offen. Die ersten Wahlbüros öffnen an der Ostküste um 6.00 Uhr Ortszeit (12.00 MEZ). Mit einer Entscheidung wird frühestens am Dienstagabend gegen 21.00 Uhr Ortszeit (0300 Uhr MEZ) gerechnet.

Wegen strittiger Themen wie dem Irak-Krieg und dem Kampf gegen den Terrorismus wird außerdem mit einer erheblich höheren Wahlbeteiligung als vor vier Jahren gerechnet. Wahlberechtigt sind nach Angaben des Statistikbüros 217 Mill. Amerikaner. Die Wähler in den USA entscheiden außerdem über die Zusammensetzung des Repräsentantenhauses und des Senats. Am Dienstag die 435 Abgeordneten im Repräsentantenhaus und 34 der 100 Senatoren neu gewählt.

Bush und Kerry hatten ihren Wahlkampf mit einem atemlos wirkenden Sprint durch die besonders stark umkämpften Bundesstaaten beendet. Die Entscheidung wird nach letzten Umfragen in Schlüsselstaaten wie Florida, Ohio und Pennsylvania fallen.

Angesichts der befürchteten Probleme mit Wahlmaschinen und dem Streit um Wählerregistrierungen werden im Fall eines knappen Wahlausgangs erbitterte juristische Auseinandersetzungen befürchtet. Republikaner und Demokraten haben zur Überwachung der Wahlen Tausende von Rechtsanwälten engagiert. Außerdem hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Wahlbeobachter entsandt.

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