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Auszahlung von Entschädigungen für NS-Zwangsarbeiter in Polen

afp WARSCHAU. In Polen hat am Donnerstag die Auszahlung der Entschädigungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter begonnen. Erste berechtigte Opfer ließen sich bei den Filialen der polnischen Bank PKO BP auszahlen. In Polen leben noch etwa eine halbe Million ehemaliger Zwangsarbeiter. Die erste Tranche der Auszahlungen in Höhe von 29 Millionen Euro (56,7 Millionen Mark) sollte an eine Gruppe der 10.000 ältesten Opfer gezahlt werden. Diese in polnische Zloty umgerechnete Summe war in der vergangenen Woche an die zuständige polnische Stiftung überwiesen worden. Über den Umrechnungskurs gibt es eine heftige Kontroverse mit den deutschen Banken: der polnischen Stiftung zufolge handelt es sich um den niedrigsten Kurs, der je bei der Umrechnung von Euro in Zloty zugrundegelegt wurde.

Der polnische Ministerpräsident Jerzy Buzek hatte am Mittwoch gesagt, mit dem Beginn der Auszahlung von Entschädigungen sei auch «ein Stachel in den deutsch-polnischen Beziehungen» entfernt worden. Buzek kündigte die Ehrung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit dem großen Verdienstkreuz Polens an.

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