Auszeichnung
Telekom-Vorstand Tenzer ist Ökomanager des Jahres

Reuters BERLIN. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, Gerd Tenzer, und der Mittelständler Friedrich Kopf sind die diesjährigen "Ökomanager des Jahres". Die von der Umweltstiftung WWF-Deutschland und der Zeitschrift "Capital" verliehene Auszeichnung ehrt seit elf Jahren Manager für umweltbewusstes Handeln. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) nannte die beiden Unternehmer bei der Preisverleihung am Mittwoch in Berlin Vorbilder in der deutschen Wirtschaft. Ihr Einsatz zeige, dass es besser sei, Energie zu rationalisieren als Arbeitsplätze.

WWF-Deutschland-Präsident Carl-Albrecht von Treuenfels lobte Tenzers Engagement für Öko-Effizienz. Der Umweltgedanke allein sei ihm nicht genug. "Kosten sparen, Innovationen vorantreiben und Wettbewerbsvorteile sichern, das ist seine Motivation", sagte von Treuenfels. Er hob hervor, dass unter der Regie des für Technik, Netze, Einkauf und Umweltschutz verantwortlichen Managers die Recyling-Quote innerhalb von fünf Jahren bei der Deutschen Telekom AG verdoppelt habe. Seit 1996 habe die 40 000 Fahrzeuge starke Telekom-Flotte ihren Schadstoffausstoß um ein Fünftel verringert. Auch in den Tarifverträgen mit Mitarbeitern sei der Umweltgedanke bereits verankert. Für ökologisch wirksame betriebliche Verbesserungsvorschläge gebe es zudem Sonderboni.

Der schwäbische Mittelständler Friedrich Kopf entwickelt in seiner eigenen Firma unter anderem Solarboote. 20 dieser Wasserfahrzeuge für vier bis 120 Personen sind in Deutschland in Betrieb. Interesse an den Booten hätten mittlerweile auch die Arabischen Emirate angemeldet, sagte Kopf. In etwa fünf Jahren rechne er mit einem Jahresumsatz von rund 100 Mill. DM des Unternehmensteils Solardesign. Auch ein Börsengang werde erwogen.

Trittin sagte, es habe sich mittlerweile herumgesprochen, dass Umweltschutz kein Jobkiller sei. Der effiziente Einsatz von Ressourcen zahle sich für die Unternehmen aus. Nicht trotz, sondern wegen seiner Umweltstandards stehe Deutschland auf den Weltmärkten gut da. Dies sei ein Wettbewerbsvorteil, der auch von Managern etwa in den USA bemerkt werde. Nach ihren Angaben, hätte Deutschland hier einen Vorsprung von sechs bis zehn Jahren, sagte Trittin.

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