Auszüge aus der Rede des irakischen Präsidenten
Saddams TV-Ansprache zum Kriegsbeginn im Wortlaut

Das irakische Fernsehen hat am Donnerstagmorgen kurz nach dem ersten US-Angriff auf Bagdad eine Rede von Präsident Saddam Hussein an das irakische Volk ausgestrahlt.

dpa/rtr KAIRO. In seiner mit Versen gespickten Ansprache sagte Saddam unter anderem:

"Im Namen Gottes, des gnädigen, des mitfühlenden (...) Jenen, die unterdrückt werden, ist es erlaubt zu kämpfen, und Gott ist in der Lage, sie siegreich zu machen. Gott ist groß.

An das große Volk von Irak, an unsere tapferen Kämpfer, an unsere Männer in den heldenhaften Streitkräften, an unsere glorreiche Nation:

Während des Morgengebets heute am 17. Muharram 1424 (20. März 2003) haben der kriminelle, rücksichtslose, kleine Bush und seine Helfer dieses Verbrechen begangen, das er gegen Irak und die Menschheit zu begehen angedroht hatte. Er führte seinen kriminellen Akt mit seinen Verbündeten aus; dadurch haben er und seine Anhänger die Serien schändlicher Verbrechen gegen Irak und die Menschheit fortgesetzt.

An die Iraker und die guten Menschen unserer Nation: Euer Land, euer glorreiches Land und eure Grundsätze sind es wert, dass ihr euch selbst opfert, eure Seelen, eure Familien und eure Söhne.

In diesem Zusammenhang muss ich vor euch nicht wiederholen, was jeder Einzelne von euch tun muss und soll, um unsere wertvolle Nation, unsere heiligen Grundsätze zu verteidigen. Ich sage jedem Mitglied der geduldigen und treuen irakischen Familie, die von dem bösen Feind unterdrückt wird, sich an alles zu erinnern und nichts zu vergessen, was dieser gesagt und angekündigt hat. Diese Tage werden dem Willen Gottes folgend die ewige Geschichte des glorreichen Irak fortschreiben.

Ihr tapferen Männer und Frauen von Irak: Ihr verdient Sieg und Ruhm und alles, was Gläubige vor ihrem Gott erhöht und die Ungläubigen, die Feinde Gottes und die Menschheit als Ganzes besiegt. Ihr Iraker werdet gemeinsam mit den Söhnen der Nation siegreich sein. Ihr seid schon siegreich mit Gottes Hilfe. Eure Feinde werden in Ungnade und Schande fallen.

(Saddam las dann Gedichte vor, mit denen er die Iraker aufrief, wie ihre Vorfahren zu kämpfen, die sich gegen Invasoren mit Schwertern und auf Pferden wehrten.)

An euch Freunde, die ihr gegen das Böse in der Welt seid, Friede sei mit euch: Nachdem ihr gesehen habt, wie der rücksichtslose Bush eure Grundsätze und Ansichten gegen den Krieg und euern ernsthafen Ruf nach Frieden verachtet hat, hat er heute sein verabscheuenswürdiges Verbrechen begangen.

Wir versichern euch in unserem Namen und im Namen unserer Führung und im Namen des irakischen Volkes und seiner heroischen Armee, im Namen der irakischen Kultur und Geschichte, dass wir die Eindringlinge bekämpfen und, so Gott will, sie an den Punkt treiben werden, an dem sie ihre Geduld verlieren und jegliche Hoffnung darauf, dass sie das erreichen, was sie geplant hatten und wozu sie der zionistische Kriminelle getrieben hat.

(...)

Sie werden besiegt werden, eine Niederlage, die ihnen von den guten Gläubigen und den Freunden des Friedens und der Menschheit gewünscht wird. Irak wird, so Gott will, siegreich sein, und mit Irak werden unsere Nation und die Menschheit siegreich sein, und die Bösen werden in einer Weise getroffen werden, die es ihnen unmöglich macht, ihr Verbrechen so zu vollenden, wie sie es, die Amerikaner und die zionistische Koalition, für Nationen und Völker, vor allem für unsere glorreiche arabische Nation, vorhatten.

Gott ist groß, Gott ist groß (Allahu Akbar), lang lebe Irak und Palästina, Gott ist groß, lang lebe unsere glorreiche Nation, lang lebe die Gemeinschaft der Menschen, lang mögen die Freunde der Freiheit auf der Grundlage von Gerechtigkeit leben. (...)

Gott ist groß, und Schmach den Niederen. Lang lebe Irak, lang lebe der heilige Krieg (Jihad) und lang lebe Palästina. Gott ist groß, Gott ist groß, Gott ist groß."

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