"Auto bleibt das wichtigste Fortbewegungsmittel"
Bodewig: Autobauer sollen bei Neuheiten mehr auf Sicherheit setzen

Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) hat die deutschen Autobauer aufgerufen, sich bei Neuheiten noch mehr auf Sicherheit und Umweltverträglichkeit zu konzentrieren. Der Minister will die Ausstellung am 17. September besuchen. "Auch im 21. Jahrhundert wird das Auto das wichtigste Fortbewegungsmittel bleiben", sagte er.

dpa-afx BERLIN. Ausdrücklich begrüßte Bodewig, dass die europäische Autoindustrie in einer Selbstverpflichtung der EU-Kommission zugesagt habe, auf zusätzliche schwere Frontschutzbügel zu verzichten. Diese so genannten Kuhfänger oder Rammbügel könnten bei Unfällen zu schweren Verletzungen führen.

"Sie mögen in Australien Sinn machen, aber so viele frei laufende Kängurus gibt es in Deutschland ja nicht", sagte Bodewig. Die deutsche Autoindustrie gehöre zu der innovativsten der Welt. Er gehe davon aus, dass sie sich noch deutlicher um Sicherheit bemühen werde, auch zum Schutz der Insassen etwa durch intelligentere Airbag-Systeme.

Verkehrsströme sollen gesteuert werden

Angesichts des absehbaren Verkehrswachstum sei es zudem notwendig, in die Verkehrsströme steuernd einzugreifen. "Deutschland ist ja nicht nur klassisches Transitland in Nord-Süd-Richtung, sondern gewinnt mit der EU-Erweiterung zusätzliche Bedeutung als Ost-West- Achse", sagte Bodewig. Verkehrslenkung und gezielter Ausbau der Infrastruktur seien daher gleichermaßen wichtig. Ein Steuerungsmittel sei die ab 2003 geplante Autobahn-Maut für schwere LKW. "Sie wird auch dazu beitragen, dass Dumping-Transporte aus Osteuropa abnehmen", meinte der Minister.

Bodewig betonte abermals, dass an eine PKW-Maut nicht gedacht werde. "Der, der die Straße abnutzt, wird zur Finanzierung herangezogen." Das seien nicht die Personenwagen. Ein 40-Tonnen-Lkw habe die 60 000fache Druckbelastung eines PKWs. Die Netto-Einnahmen würden für den systematischen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur verwendet.

Positive wirtschaftliche Auswirkungen durch neue LKW-Gebühr erwartet

Bodewig erwartet ferner positive wirtschaftliche Auswirkungen durch die neue LKW-Gebühr. "Das System der Maut-Erhebung wird ein riesiges Telematiksystem sein und einen enormen Schub für die Komponentenzulieferer bringen", sagte er. Allein 300 000 technische Einheiten, die zur elektronischen Kilometer-Erfassung in Lkw installiert werden sollen, würden zum Start zur Verfügung stehen. Das werde eine enorme Nachfrage nach den Sendeeinheiten auslösen. Diese sollen kostenlos gegen ein Pfand abgegeben werden, das auf die Maut angerechnet wird.

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