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Auto-Handelsplattform ernennt neuen Chef

Eines der größten Internet-Projekte der Welt, die Autohersteller-Handelsplattform Covisint, hat nach langer Suche in dem US-Manager Kevin W. English (48) einen Chef gefunden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Detroit mit.

dpa DETROIT/STUTTGART. Covisint ist ein im vergangenen Jahr gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Chrysler, Ford, General Motors (GM) und Renault/Nissan. Software-Partner sind die Konzerne Commerce One und Oracle. Nach Medienberichten hatte sich die Suche nach einem Vorstandschef für den elektronischen Marktplatz über Monate hingezogen.

"Dies ist erst der Anfang eines Unternehmens, das sehr groß und hoch profitabel sein wird", sagte English vor Journalisten in Detroit. Covisint habe bereits "hervorragende Fortschritte" gemacht. English, der sein Amt zum 1. Mai antritt, zeichnet seit 1999 im Vorstand der Investment-Bank Credit Suisse First Boston für den elektronischen Handel (E-Commerce) verantwortlich.

Der Marktplatz soll allen Autoherstellern und Zulieferern für den elektronischen Einkauf von Komponenten und andere Funktionen entlang der Lieferkette offen stehen. Einige Schätzungen gehen dadurch von langfristigen Einsparungen in Höhe von bis zu 1 000 $ pro Auto aus. Eine Bündelung des Einkaufs der fünf Partner, die nach früheren Angaben jedes Jahr Teile und anderes Material im Wert von 300 Mrd. $ einkaufen, war bisher aber nicht beabsichtigt. Management und Struktur von Covisint soll unabhängig von den beteiligten Partnern aufgebaut werden. Derzeit werden rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

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