Auto und Chemie schwach
Deutsche Standardwerte wieder leichter

Die deutschen Aktien sind am Freitagmittag in die Verlustzone geraten.

dpa FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor 0,51 Prozent auf 4 370 Punkte. Am Neuen Markt fiel der Nemax-50 um 0,55 Prozent auf 853 Zähler. Der MDax der 70 mittleren Werte notierte bei 4 078 Stellen - ein Minus von 0,20 Prozent. Zuvor hatten alle drei Indizes zwischenzeitlich in der Gewinnzone gestanden.

"Im Moment sind das kein realistischen Gründe, da die US-Börsen erst am Montag wieder eröffnen", sagte ein Händler. Es wird damit gerechnet, dass sich der Markt auch den gesamten Freitag über mit Kursschwankungen bei eher geringen Volumen präsentiert. "Die Leute halten sich zurück."

Die Chemietitel standen am Mittag angesichts schwacher Aussichten für die Branche unter Druck. Bayer verloren 2,19 Prozent auf 31,26 Euro. Schering gaben 1,62 Prozent auf 54,80 Euro nach. BASF notierten 1,61 Prozent tiefer bei 39,75 Euro. Spezialchemie-Produzent Degussa verzeichnete leichtere Verluste von 0,80 Prozent auf 27,26 Euro. Nach einem Produktionsrückgang in der Chemiebranche im ersten Halbjahr 2001 rechnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) auch in der zweiten Jahreshälfte mit Einbußen.

Auch die Autotitel notierten leichter. BMW verloren 2,58 Prozent auf 30,25 Euro und waren damit schwächster Wert im Dax. Volkswagen gaben 1,75 Prozent auf 42,69 Euro nach. Auch Daimler-Chrysler verbuchten ein Minus von 0,55 Prozent auf 38,03 Euro. Bernd Gottschalk, Präsident des Automobilverbandes VDA, schloss einen zeitlich begrenzten Rückschlag für die Automobilindustrie nicht aus. "Erste Entscheidungen für temporäre Schließungen von Werken in den USA wurden bereits getroffen", sagte Gottschalk der Tageszeitung "Die Welt".

SAP verloren trotz der guten Zahlen von Konkurrent Oracle 2,05 Prozent auf 115,37 Euro. Händlern zufolge hatte Dresdner Kleinwort Wasserstein das Kursziel für das Walldorfer Unternehmen gesenkt. Die anderen Technologietitel wie Siemens , Epcos und Infineon tendierten nach einem festen Start uneinheitlich.

Die arg gebeutelte T-Aktie konnte sich um 0,52 Prozent auf 15,58 Euro erholen. Ein Händler verwies auf die Einschätzung von Goldman Sachs, dass besonders die Ex-Monopolisten unter den europäischen Telefongesellschaften durch stabilere Margen und geringere Kapitalausgaben ihre Bilanzen bald ausgleichen. Zudem hatte Merrill Lynch den Titel der British Telecom hochgestuft. Die Versicherer Allianz und Münchener Rück konnten ebenfalls zulegen.

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