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Autoaktien bekommen verhaltene GM-Prognose zu spüren

Die deutschen Automobilwerte haben am Dienstag auf die verhaltene Prognose des US-Autobauers General Motors für 2003 mit Kursabschlägen reagiert.

Reuters FRANKFURT. Die Daimler-Chrysler-Aktien verbuchten am Nachmittag ein Minus von über einem Prozent auf 28,94 Euro und zählten damit zu den größten Verlierern im Deutschen Aktienindex (Dax), der fast zwei Prozent zulegte. VW-Titel fielen um knapp ein Prozent auf 32,70 Euro. BMW-Papiere rutschten kurzzeitig in die Verlustzone, konnten sich aber am Nachmittag auf ein moderates Plus von 0,6 Prozent bei 29,96 Euro geringfügig erholen.

"Die Mitteilung von GM, dass man 2003 möglicherweise die Gewinnerwartung nicht erfüllen könnte, wurde am Markt als Gewinnwarnung aufgenommen und das lastet auch auf den deutschen Autowerten", sagte ein Frankfurter Händler. "Da wurden die deutschen Autoaktien in Sippenhaft genommen", kommentierte ein anderer Händler die Kursabschläge.

Zwar hatte der weltgrößte Autohersteller GM im ersten Quartal seinen Gewinn unter anderem dank des Verkaufs seiner Rüstungssparte kräftig gesteigert, er äußerte aber gleichzeitig Zweifel daran, die Gewinnerwartung von fünf Dollar pro Aktie im laufenden Jahr erfüllen zu können.

"Das zeigt, dass das Geschäft in den USA schwierig bleiben könnte, und für die deutschen Autobauer sind die USA ein wichtiger Markt", sagte der Frankfurter Händler. Vor allem DaimlerChrysler könne darunter leiden, da der Stuttgarter Autokonzern über seine US-Tochter Chrysler besonders stark am US-Geschäft hänge, sagte er.

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