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Autobauer müssen Reifendruck-Systeme einbauen - US-Gesetz ausgearbeitet

Die Autohersteller müssen bis Ende 2008 alle in den USA verkauften Fahrzeuge mit neuen Reifendruck-Kontrollsystemen ausrüsten. Die US-Regulierungsbehörden hätten die bereits seit zwei Jahren geltende Verordnung nun im Detail ausgearbeitet, berichtete die Zeitung "Detroit News" am Donnerstag. Damit wird zum 1. September 2005 ein entsprechendes Gesetz endgültig umgesetzt, das bereits vor vier Jahren vom Kongress in Washington verabschiedet worden war.

dpa-afx DETROIT/FRANKFURT. Die Autohersteller müssen bis Ende 2008 alle in den USA verkauften Fahrzeuge mit neuen Reifendruck-Kontrollsystemen ausrüsten. Die US-Regulierungsbehörden hätten die bereits seit zwei Jahren geltende Verordnung nun im Detail ausgearbeitet, berichtete die Zeitung "Detroit News" am Donnerstag. Damit wird zum 1. September 2005 ein entsprechendes Gesetz endgültig umgesetzt, das bereits vor vier Jahren vom Kongress in Washington verabschiedet worden war.

Die schärferen Richtlinien waren nach dem Firestone-Skandal im August 2000 beschlossen worden. Wegen fehlerhafter Reifen hatte es in den USA eine Unfallserie gegeben. Aktuell werden etwa 10 % der Neuwagen in den USA bereits mit den Kontroll-Systemen ausgeliefert. Bei optimal gefüllten Pneus sinkt auch der Spritverbrauch.

Von der Richtlinie profitiert die Zulieferer-Industrie. Anbieter von Reifendrucksystemen sind unter anderem Beru , Siemens , Bosch und Continental .

Volle Umsetzung BIS 2008

Die Richtlinie schreibt vor, dass bei einem Reifendruck von unter 25 % der Fahrer durch das Blinken einer gelben Warnleuchte gewarnt wird. 2006 müsse jeder Hersteller 50 % seiner Fahrzeuge (Pkw und Lkw) ausgestattet haben, 2007 zu 90 % und Ende 2008 zu 100 %, so lautet die Vorgabe der Behörden.

Die Autokonzerne haben dem Bericht zufolge in den USA bereits vier Mill. Fahrzeuge mit den Kontrollsystemen bestückt. Insgesamt werde die Aufrüstung die Branche zwischen 800 Mill. und 1,2 Mrd. $ kosten, errechnete die US-Verkehrssicherheitsbehörde Nhtsa. Jährlich könnten so mehrere tausend Unfälle verhindert werden.

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