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Autobauer wollen ein Drittel an der Formel Eins

Die Autohersteller wollen sich ein Drittel an der Formel-Eins-Gesellschaft SLEC sichern. Daimler-Chrysler, Renault, Ford, Fiat und BMW wollten "ein Drittel an der Formel-Eins", sagte Daimler-Chrysler-Autochef Jürgen Hubbert am Dienstag beim Autosalon in Genf.

afp GENF. Damit reagieren die Autobauer offensichtlich auf den Einstieg des Münchner Medienkonzerns Kirch beim Formel-Eins-Rechtehalter EM.TV. Darauf angesprochen sagte Hubbert, er sei "mit der Situation sehr unzufrieden".

Die Kirch-Gruppe hat sich durch die Mitte Februar verkündete Beteiligung an EM.TV auch 49 % der bei dem angeschlagenen Medienunternehmen liegenden Formel-Eins-Rechte gesichert. Da EM.TV die Hälfte der Rechte besitzt, bedeutet dies für Kirch knapp 25 % Anteil an der Formel-Eins-Holding SLEC. Zudem soll mit Kirch-Geldern eine EM.TV zustehende Kaufoption auf 25 weitere Prozent von SLEC wahrgenommen werden, womit beide Unternehmen zusammen 75 % an der Formel Eins hielten. Dadurch würde die Kirch-Gruppe, die bereits milliardenschwere Fußball-Senderechte für die Weltmeisterschaften, Bundesliga und Champions League besitzt, künftig auch die so genannte Königsklasse im Auto-Rennsport steuern.

Dagegen macht aber Formel-Eins-Chef Bernie Ecclestone Front. In den Firmenstatuten sei eindeutig festgelegt, dass kein Fernsehsender als Eigentümer ins Formel-Eins-Geschäft einsteigen dürfe, erklärte er. Deshalb dürfe Kirch, der unter anderem die werbefinanzierten Sender SAT.1 und Pro Sieben sowie das Pay-TV-Programm Premiere World kontrolliert, keine aktive Rolle einnehmen. Die Vereinbarung über die SLEC-Anteile sei damit wirkungslos.

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