Autohersteller aus Europa und USA bauen Marktpräsenz aus
VW-Audi und Daimler-Chrysler in Japan erfolgreich

Die 2001 erneut schlechter gewordene Wirtschaftslage Japans hat sich auch auf den dortigen Automarkt negativ ausgewirkt: Die Neuzulassungen lagen mit 5,9 Millionen Fahrzeugen um 1 % unter dem Vorjahresniveau. Europäische, amerikanische und südkoreanische Autohersteller konnten ihre Marktpräsenz jedoch trotz des Rückgangs der Gesamtnachfrage ausweiten: Insgesamt stieg die Zahl der Neuzulassungen von Importfahrzeugen nicht-japanischer Hersteller um rund 2 % auf gut 261 000 Autos.

ga TOKIO. Seit 1998 hat der Markt die Grenze von sechs Millionen Fahrzeugen nicht mehr überwunden. Branchenbeobachter rechnen damit erst wieder für das Jahr 2004.

Unter den nicht-japanischen Herstellern haben vor allem der VW-Audi-Konzern mit 69 500 Fahrzeugen (+ 6 %) und Daimler-Chrysler mit 65 500 Fahrzeugen (+ 9 %) ihre Marktposition verbessert. Die Zahl der BMW-Neuzulassungen stagnierte indessen auf dem Vorjahrsniveau von rund 36 000 Einheiten.

Zur weiteren Stärkung der Marktposition des VW-Audi-Konzerns in Japan will die Absatz-Finanzierungsgesellschaft Volkswagen Finance Japan künftig neue Wege zur Refinanzierung gehen. Als erster Schritt hierzu sollen von Februar an in Zusammenarbeit mit der Bank of Tokyo-Mitsubishi Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 30 Mrd. Yen (rund 180 Mill. Euro) bei japanischen Versicherungs- und Investmentfondsgesellschaften platziert werden. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Financial Services AG, Norbert M. Massfeller, in Tokio an. Bislang finanzierte sich die Gesellschaft zu mehr als 80 % über Bankkredite.

Unter den führenden japanischen Autoherstellern gelang lediglich der Honda Motor Co. in Folge ihrer marktgerechten Modellpolitik eine völlig vom Gesamttrend abweichende massive Steigerung der Neu-Zulassungen im vergangenen Jahr um rund 13 % auf gut 863 000 Einheiten. Demgegenüber hat Marktführer Toyota Motor Corp. trotz der sukzessiven Einführung von 16 neuen Modellen - vorrangig im schrumpfenden Mittelklassebereich -, eine Erosion seiner Marktposition verbucht: Die Zahl der Neuzulassungen fiel um 3 % auf 1,7 Mill. Fahrzeuge. Für den Toyota-Konzern einschließlich Daihatsu Motor Co. und Hino Motors ergibt sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt sogar ein Rückgang der Neuzulassungen um gut 3 % auf rund zwei Millionen Autos.

Deutliche Marktanteilsverluste mit einem überdurchschnittlichen Rückgang der Neuzulassungen um jeweils gut ein Zehntel haben im vergangenen Jahr auch Mitsubishi Motors (Daimler-Chrysler-Gruppe) mit knapp 489 000 Fahrzeugen und Mazda Motor mit gut 281 000 Fahrzeugen verbucht. Dagegen haben Nissan Motor (Renault-Gruppe) mit 732 000 Fahrzeugen und Suzuki Motor (General Motors-Gruppe) mit 622 000 Fahrzeugen ihre Marktposition gehalten.

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