Autohersteller investiert kräftig in Forschung und Entwicklung
Schrempp will Daimler stärker vernetzen

Die Daimler-Chrysler AG will bis 2004 rund 41 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Das Unternehmen beschäftige in diesem Bereich 28000 Mitarbeiter, sagte Vorstandschef Jürgen Schrempp am Mittwoch auf einem Innovationssymposium des Konzerns.

ap/vwd SINDELFINGEN. Er forderte, dass die Sicherheitsstandards für Autos in Europa und für den US-Markt zu vereinheitlicht werden. Die Politik müsse bürokratische Hürden abbauen.

"Das Auto der Zukunft ist entscheidend durch die vernetzte Elektronik definiert", sagte Schrempp. Schon heute mache sie 30% der Kosten bei der Herstellung aus. Elektronik spare Platz, Gewicht und Kosten. "In den kommenden 15 Jahren wird sich das Auto rasanter entwickeln als die 50 Jahre zuvor." Schrempp sagte, auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten habe der Konzern nicht bei Forschung und Entwicklung gespart.

Schrempp arbeitet daran, den internationalen Konzern stärker zu vernetzen. Rüdiger Grube, stellvertretendes Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Konzernentwicklung, sagte, die Basis hierfür stelle die Unternehmensstrategie mit ihren vier Säulen dar: globale Präsenz, starkes Marken-Portfolio, umfassendes Produktprogramm sowie die Technologieführerschaft.

Daimler-Chrysler will in den nächsten Jahren beispielsweise für die unterschiedlichen Marken eine Vielzahl von Komponenten gemeinsam nutzen. So soll die Anzahl der Plattformen zwischen Chrysler und Smart in Kooperation mit dem Partner Mitsubishi um acht Prozent gesenkt werden, die Palette der Vierzylinder-Motoren-Familie um ein Drittel verringert, die Zahl der Dieselmotoren um 20 % reduziert und das Portfolio der Automatikgetriebe um 15 % zurückgefahren werden.

Als weiteres Beispiel nannte Grube die kürzlich beschlossene Allianz zur gemeinsamen Entwicklung und Produktion von 1,8- bis 2,4-Liter-Benzinmotoren für künftige Chrysler -, Mitsubishi- und Hyundai-Modelle mit einer Stückzahl von 1,7 Millionen Stück.

Für das künftige viertürige Fahrzeug von Smart und Mitsubishi wird eine gemeinsame Plattform entwickelt. Im der Kompaktklasse teilen sich künftig dies Nachfolgemodelle des Chrysler Neon und des Mitsubishi Lancer die Plattform.

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