Autohersteller lehnt Kommentar ab
VW plant Milliarden-Rückstellung wegen EU-Altautoverordnung

Der Volkswagen-Konzern hat am Montag keine Stellungnahme zu einem Pressebericht abgeben wollen, wonach das Unternehmen wegen der EU-Altautoverordnung bereits in seiner Bilanz 2000 Rückstellungen von etwa einer Mrd. DM plant.

Reuters HAMBURG. Ein Konzernsprecher sagte in Wolfsburg, VW wolle einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) nicht kommentieren. Der Zeitung zufolge will Volkswagen mit den Rückstellungen der Richtlinie der Europäischen Union (EU) entsprechen, wonach Autohersteller künftig die Entsorgungskosten alter Fahrzeuge übernehmen müssen. Die VW-Aktie verlor am Morgen gegen den Trend im Deutschen Aktienindex (Dax) 0,2 % auf 57,09 Euro.

Die im vergangenen Jahr ratifizierte Richtlinie zur Altautorücknahme tritt 2007 in Kraft. Die FTD berichtete, Branchenkenner schätzten die Kosten im Zusammenhang mit der Verordnung je Fahrzeug auf rund 180 Euro (350 Mark). Bei etwa zwölf Mill. zu verschrottenden Autos in Europa könnte die Gesamtsumme mehr als 2,1 Mrd. Euro betragen. Davon dürfte nach Einschätzung von Branchenkennern der größte Brocken auf Volkswagen als Marktführer in Europa entfallen. Dem FTD-Bericht zufolge hat BMW Rückstellungen von 500 Mill. DM vorgemerkt. DaimlerChrysler plane Kosten zwischen 300 und 400 Mill. DM. Andere europäische Autohersteller indes würden vermutlich nicht vor 2002 mit Rückstellungen beginnen. Der französische Hersteller Renault etwa habe noch keine gebildet.

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