Autokonzern ist für das vierte Quartal zuversichtlich
Daimler rechnet mit steigenden Gewinnen

Der Daimler-Chrysler-Konzern hat seine Gewinnprognose für dieses Jahr erneut angehoben. Der weltweit fünftgrößte Autokonzern erwartet jetzt einen Betriebsgewinn von mehr als 5 Milliarden Euro.

HB/ajo/brb STUTTGART. Die höhere Gewinnerwartung beruht auf dem guten Abschneiden im dritten Quartal 2002. In den ersten neun Monaten hat der Konzern nun einen Betriebsgewinn von 4,7 Milliarden Euro erzielt. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug er nur 1,3 Mrd. Euro. Dennoch gab der Kurs der Daimler-Aktie um fast 2 Prozent auf 37 Euro nach.

Analysten haben die vorgelegten Zahlen zwar positiv überrascht. "Das Ergebnis ist wieder einmal besser als erwartet", sagte Georg Stürzer von der Hypo-Vereinsbank. "Unterm Strich hat Daimler in diesem Jahr eine sehr gute Leistung gebracht", lobt auch Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Dennoch wurde auch Kritik geübt. Nicht nur Pieper hätte sich eine aussagekräftigere Gewinnprognose für dieses Jahr gewünscht. Seine eigene Schätzung hat er jetzt auf 6 Milliarden Euro angehoben.

In den ersten neun Monaten legte der Konzern beim Umsatz um 1 Prozent auf 112,6 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern einschließlich Einmaleffekten betrug 4,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr musste der Konzern noch einen Verlust von 623 Millionen Euro ausweisen. Die beiden Sanierungsfälle Chrysler und die US-Tochter Freightliner belasteten damals das Ergebnis schwer.

Bei beiden Sanierungsfällen wurden in diesem Jahr sehr große Fortschritte erzielt. Zusätzlich beflügelt wird das Ergebnis durch Sondereffekte wie den Verkauf der Anteile an der IT-Gesellschaft T-Systems.

Mehrere Analysten zeigten sich leicht enttäuscht über das stagnierende Ergebnis von Mercedes-Benz. Die Luxussparte des Unternehmens bleibe in diesem Jahr hinter BMW zurück, sagte Analyst Pieper.

Daimler-Finanzchef Manfred Gentz erklärte in der Telefonkonferenz die Stagnation bei Mercedes mit dem Modellwechsel bei der E-Klasse und der runderneuerten S-Klasse. Chrysler hat auch im dritten Quartal Geld verdient und weist für die neun Monate einen Betriebsgewinn von 1,2 Milliarden Euro aus. Gentz erwartet für das vierte Quartal ebenfalls ein positives Ergebnis. Einen kleinen Gewinn steuern die Nutzfahrzeuge bei.

Zurückhaltend äußerte sich Finanzchef Gentz zu den Steuerplänen der neuen Bundesregierung. "Wir sind nicht glücklich, aber wir müssen noch warten", erklärte der Finanzchef. Er rechne aber noch mit Änderungen an den Vorschlägen.

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