Autokonzerne signalisieren Verhandlungsbereitschaft
Wende im Formel-1-Machtkampf

Im Machtkampf um die Besitzverhältnisse in der Formel 1 deutet sich eine Wende an. Die in der Gesellschaft GPWC zusammengeschlossenen Autokonzerne haben nach langer Zeit der Konfrontation am Mittwoch erstmals Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

dpa/HB MÜNCHEN. Die GPWC Holdings BV (Grand Prix World Championship) der in der höchsten Motorsportklasse engagierten Hersteller BMW, Daimler Chrysler, - Fiat (Ferrari), Ford und Renault habe Interesse an einem Dialog mit den Anteilseignern der Formel-1-Holding SLEC. Man wolle in den nächsten Wochen einen Vorschlag für eine Reform unterbreiten, hieß es in einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Bislang hatte die Hersteller-Vereinigung öffentlich den Konfrontations-Kurs zur Formel-1-Organisation demonstriert. Seit längerem steht die Ankündigung im Raum, im Jahr 2008 eine eigene Serie in Konkurrenz zur Formel 1 zu starten. Bis 2007 regelt das "Concorde"-Abkommen den Ablauf.

Zuletzt war jedoch Bewegung in den Machtkampf gekommen. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen die Gläubigerbanken der insolventen Kirch-Mediengruppe, die die SLEC einst gekauft hatte, angeblich die Rennställe und Hersteller an der SLEC beteiligen. 75 Prozent der Holding sind im Besitz der Banken. Das restliche Viertel gehört Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Die GPWC will nun unter dem Vorsitz des Bankhauses Goldman Sachs Gespräche mit den SLEC-Eignern führen, parallel dazu aber an den Plänen für die eigene Serie arbeiten, hieß es weiter. Gleichzeitig formulierten die Hersteller erneut ihre Forderungen: Mehr Geld für die Teams aus den Vermarktungs-Einnahmen, eine stabile Plattform für den Sport sowie TV-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen.

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