Automatisierungsbranche: Trend zur Flexibilisierung
Produktionsanlagen müssen atmen können

Die Automatisierungsbranche sieht in der verarbeitenden Industrie einen Trend zur flexibel anpassbaren Produktion.

juf HANNOVER. Produktionsanlagen müssten immer stärker und schneller flexibel auf rasch wechselnde Kundenbedürfnisse ausgerichtet werden, sagte Helmut Gierse, Vorsitzender des Fachverbandes Automation im Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Uniforme Massenproduktion wie zu Zeiten Henry Fords mit starren Fertigungslinien sei nicht mehr gefragt. So müsse beispielsweise die Autoindustrie immer stärker auf die individuellen Wünsche ihrer Kunden eingehen.

"Die Industrie muss von den Produkten her atmen können", erläuterte Gierse. Hierfür müsse der gesamte Geschäftsprozess, nicht nur die Produktion, automatisiert werden. Die Informationstechnik spiele dabei eine große Rolle.

Trend zur Miniaturisierung

Auch Stefan Müller, Vorstand des Fachverbandes Robotik und Automation im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht einen Trend zur Flexibilisierung. Schnelle Designwechsel oder der Trend zur Miniaturisierung in der Industrie stellten neue Anforderungen an die Hersteller von Montagetechnik.

Die Automation beschäftigt sich mit der Automatisierung des Produktionsprozesses und umschließt Teilbereiche wie den Bau von Robotern oder die Mess- und-Antriebstechnik. Die Branche ist einer der Schwerpunkte auf der Hannover Messe.

Im vergangenen Jahr hat die Automatisierungsbranche nach ZVEI-Angaben ihre Produktion um 1,5 % auf 25,1 Mrd. Euro gesteigert. Im Jahr zuvor hatte der Zuwachs noch bei 12 % gelegen. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit rund 229 000 in etwa konstant. Die Branche ist stark exportorientiert und setzt über zwei Drittel im Ausland ab. 2001 stiegen die Ausfuhren überproportional um 8 % auf 17 Mrd. Euro. Deutschland hat einen Anteil am Weltmarkt von rund 14 %, die USA 36 % und Japan 26 %.

ZVEI-Vertreter Gierse sieht mittel- und langfristig erhebliche Wachstumspotenziale. Der Weltmarkt werde pro Jahr um rund 3 % wachsen. VDMA-Vertreter Müller rechnet für seine Mitgliedsunternehmen im Durchschnitt mit zweistelligen Wachstumsraten in den kommenden zehn Jahren.

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