Automobil
Daimler-Tochter Freightliner baut Stellen ab

Wegen der schwachen US-Nachfrage baut der Lkw-Hersteller fast ein Fünftel seiner Arbeitsplätze in Nordamerika ab.

Reuters DETROIT. Der zur Daimler-Chrysler AG gehörende amerikanische Lkw-Hersteller Freightliner baut wegen der schwachen US-Nachfrage fast ein Fünftel seiner Arbeitsplätze in Nordamerika ab. Insgesamt sollten 3745 der bislang gut 20 000 Stellen in den USA und Kanada gestrichen werden, teilte der Konzern mit Sitz in Portland im US-Bundesstaat Oregon am Montagabend mit. Auch die Produktion solle um 18 % auf eine Kapazität von 150 000 bis 160 000 Fahrzeuge gekürzt werden. Die Bestellungen von Schwer-Lkw seien in der gesamten Branche unter anderem wegen der hohen Kraftstoffpreise und steigender Zinsen deutlich zurückgegangen.

Freightliner-Chef Jim Hebe sagte der, da die Branche eine gewisse Indikatorfunktion habe, gebe die Entwicklung möglicherweise einen Hinweis darauf, was für die gesamte US-Konjunktur in den kommenden Monaten zu erwarten sei. Andere Nutzfahrzeughersteller hätten bereits in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen eingeleitet wie sie nun von seinem Unternehmen vollzogen würden. Freightliner habe noch eine Weile länger seine Fertigung konstant halten können, da das Unternehmen Anfang des Jahres noch einen Auftragsstau aus dem vergangenen Jahr abgebaut habe.

Freightliner ist der größte Hersteller von schweren Lkw in Nordamerika und gehört auch bei den mittelschweren Lkw zu den führenden Produzenten. Am amerikanischen Schwer-Lkw-Markt kommt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf einen Anteil von 35 %, bei mittelschweren Lkw liegt der Anteil bei 23 %.

Freightliner rechnet damit, dass der nordamerikanische Markt für schwere Lkw in diesem Jahr um bis zu einem Viertel schrumpfen wird, und auch die Nachfrage nach mittelschweren Lkw habe sich verlangsamt. Freightliner setzte 1999 rund 12 Mrd. $ um. Gesonderte Gewinnzahlen für seine US-Lkw-Tochter hatte die Daimler-Chrysler AG für das vergangene Jahr nicht ausgewiesen, jedoch galt die Gesellschaft als "hoch profitabel".

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