Automobilbranche will das Ersatzteilgeschäft effizienter gestalten
GM, Ford und Daimler-Chrysler eröffnen gemeinsame Internetseite

Die drei großen Autohersteller General Motors, Ford Motors und Daimler-Chrysler, wollen sich zusammenschließen und einen gemeinsamen Internetservice anbieten: Auf der Internetseite sollen Ersatzteile für Autos verkauft werden. Das wurde am Donnerstag aus unternehmensnahen Kriesen bekannt.

wsj DETROIT. Die Internet-Seite soll Autohändler in den USA mit der riesigen Anzahl von unabhängigen Reparaturwerkstätten verbinden, die über das Händlernetz regelmäßig Originalersatzteile von den Autoherstellern beziehen. Das Ersatzteilgeschäft ist in den USA bisher nicht sonderlich effizient, da es meist über Telefon und per Fax abgewickelt wird. Dennoch ist es äußerst lukrativ: Schätzungen zufolge soll es allein in Nordamerika ein Volumen von mehr als 40 Mrd. $ jährlich betragen.

Die drei großen Spieler im Automobilmarkt, die in den USA derzeit alle mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen haben, setzen große Hoffnungen auf den gemeinsamen Internet-Service: Sie wollen den Handel mit Ersatzteilen ausweiten, weil hier die Gewinnmargen im Vergleich zum Neuwagengeschäft erheblich höher sind.

Der neue Online-Service verbindet zwei wichtige Bereiche des Automobilmarktes miteinander: Die Händler und die unabhängigen Reparaturwerkstätten. Diese sollen durch den Online-Service die Möglichkeit erhalten, ihre Ersatzteilbestellungen elektronisch an die Händler zu übermitteln. Dadurch sollen Serviceleistungen für die Kunden schneller erbracht und die Preise wettbewerbsfähiger werden.

Auch andere Unternehmen haben diese Geschäftsidee bereits für sich entdeckt. Vor einiger Zeit kündigten drei Firmen - Automatic Data Processing, Reynolds & Reynolds und CCC Information Services, alle große Provider von Computerservices für die Zielgruppe Autohändler, Reparaturwerkstätten und Autoversicherer - gleichfalls an, dass sie in den Internethandel mit Ersatzteilen einsteigen werden. Ihr Internetservice Choice Parts wird derzeit in drei us-amerikanischen Städten getestet. Im kommenden Jahr soll der Service USA-weit angeboten werden.

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