Automobilindustrie hofft auf Aufschwung: Autoflaute bremst Audi-Rekordfahrt

Automobilindustrie hofft auf Aufschwung
Autoflaute bremst Audi-Rekordfahrt

Die Volkswagen-Tochter Audi erwartet 2003 vor dem Hintergrund der weltweiten Unsicherheiten in Wirtschaft und Politik keine besseren Rahmenbedingungen für das Autogeschäft als im abgelaufenen Jahr.

Reuters INGOLSTADT. Die ganze Automobilindustrie hoffe auf einen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz des Autobauers in Ingolstadt. "Wir tun dies auch. Aber wir vertrauen nicht auf Rückenwind." Das Jahr 2003 habe so schwierig begonnen, wie das vergangene Jahr aufgehört habe. Finanzvorstand Peter Abele bezeichnete es als Erfolg, dass Audi trotz der schwierigen Konjunktur im Jahr 2002 seine Geschäftszahlen weiter steigern konnte. "Die Entwicklungen der ersten beiden Monate des Jahres 2003 lassen jedoch nicht erwarten, dass die Rahmenbedingungen in diesem Jahr besser werden", fügte er hinzu.

2002 hatte Audi den Umsatz um 2,6 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro und den Konzernüberschuss um 4,7 Prozent auf 587 Millionen Euro gesteigert. Der Fahrzeugabsatz erhöhte sich zugleich um 2,2 Prozent auf weltweit 742.128 Einheiten. Im Jahr 2003 will Audi 750.000 Fahrzeuge verkaufen. "Wir gehen davon aus, dass wir trotz anhaltender Konjunkturflaute auch 2003 die Rekordzahlen aus dem Vorjahr erreichen, wahrscheinlich sogar übertreffen werden" sagte Winterkorn. Es sei aber schwierig, eine konkrete Prognose zu treffen.

Mit seinem hohen Umsatzanteil in den USA und Großbritannien sei Audi 2002 anfälliger für Devisenschwankungen geworden, sagte Abele. "Der negative Einfluss ungünstiger Währungsparitäten auf das Ergebnis lag im vergangenen Jahr bei rund 200 Millionen Euro trotz Devisensicherung", sagte er. Dem Audi-Konzern sind innerhalb des VW-Gruppe wirtschaftlich auch die Töchter Seat und Lamborghini zugeordnet, außerdem der italienische VW-Generalimporteur Autogerma. Die drei Marken sollen für VW sportliche Marktsegmente in verschiedenen Preisklassen besetzen.

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