Automobilkonzern will auch in dritter Instanz gewinnen
Kleinaktionäre klagen gegen Daimler-Chrysler vor Bundesgerichtshof

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) will mit ihrer Klage gegen den Aktienoptionsplan von Daimler-Chrysler vor den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ziehen. Das sagte SdK-Sprecherin Reinhild Keitel der "Börsen-Zeitung".

dpa FRANKFURT. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte im Juni die Rechtmäßigkeit der Mitarbeiterbeteiligung in zweiter Instanz bestätigt. Ein Sprecher von Daimler-Chrysler erklärte in Stuttgart: "Wir gehen davon aus, dass wir auch in dritter Instanz gewinnen werden."

Die SdK hatte vor allem kritisiert, dass den Aktionären der Wert des Pakets auf der Hauptversammlung des Autokonzerns im April 1999 auch auf Nachfrage nicht genannt worden war. Das Gericht hatte weiter erklärt, die von den Klägern geforderte Orientierung des Optionsplans an einem Branchenindex sei nicht erforderlich.

In den Genuss des Optionsplans sollen den Angaben zufolge rund 6000 leitende Angestellte des Konzerns kommen, 15 % des Pakets sind für den Vorstands reserviert. Der Optionsplan umfasst rund 36 Millionen Aktien. Die Ausübung ist nur möglich, wenn der Kurs der Aktie um 20 Prozent über dem Referenzwert von 62,30 Euro liegt. Am Freitagvormittag wurde DaimlerChrysler mit 54,30 Euro (minus 1 Prozent) notiert.

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