Automobilmarkt
Renault-Chef ist gegen Fusion mit Nissan

Louis Schweitzer, Präsident von Renault, hält eine Fusion von Renault und ihrem japanischen Partner Nissan nicht für wünschenswert.

vwd PARIS. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sagte Schweitzer, die beiden Unternehmen profitierten am meisten unter dem Dach einer Gruppe, die es ihnen erlaube, ihre jeweilige Firmenkultur zu bewahren. Eine Fusion würde die gewachsenen Firmenkulturen gefährden.

Mit der Entwicklung bei der Nissan Motor Co Ltd aus Yokohama ist Schweitzer zufrieden. Nissan habe im vergangenen Jahr mit einer Abführung von 497 Millionen Euro fast zur Hälfte zum Gewinn der Renault SA, Boulogne-Billancourt, beigetragen, der 1,1 Mrd EUR betrug. Nissan werde seinen Marktanteil durch eine Reihe neuer Modelle vergrößern. Auch Renault ist laut Schweitzer dabei, eine Reihe neuer Modelle auf den Markt zu bringen. Allerdings brauche eine durchgreifende Verbesserung der Ertragslage noch etwas Zeit, auch wenn der Marktanteil in Frankreich und Europa seit einigen Monaten wieder steige.

Man hoffe, 2002 einen Betriebsgewinn zu erzielen, sagte Schweitzer, ohne konkrete Angaben zu machen. Für die Marktentwicklung ist er allerdings nicht optimistisch. In Westeuropa sei 2002 ein Rückgang der Neuzulassungen um fünf Prozent zu erwarten. Auch die wichtigsten Absatzmärkte außerhalb Europas (Argentinien und Türkei) bereiten dem Konzern derzeit wenig Freude. Eine Rückkehr an den amerikanischen Markt stellt für Schweitzer keine Priorität dar. Diese Frage stelle sich frühestens 2010.

Überdies sei Nissan in Nordamerika vertreten. Nissan ist mit 13,5 Prozent an Renault und Renault mit 44 Prozent an Nissan beteiligt.

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