Automobilzulieferer steigert operatives Ergebnis
Abschreibungen verhageln Edscha-Bilanz

Der Automobilzulieferer Edscha AG hat im ersten Quartal 2002/03 (zum 30. Juni) operativ den Gewinn gesteigert, auf Grund hoher Firmenwertabschreibungen und Anlaufverlusten für Neuserien aber nach Steuern einen Fehlbetrag verbucht.

Reuters REMSCHEID. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei auf 9,7 (Vorjahr 8,9) Millionen Euro geklettert, teilte der Remscheider Konzern am Freitag mit. Nach Steuern sei ein Verlust von 0,5 Millionen Euro angefallen nach einem Gewinn von 1,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz der Gruppe sei im Zeitraum Juli bis September auf 225,9 (Vorjahr 177,4) Millionen Euro gestiegen. Dabei trug den Angaben zufolge der neue Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung 29,6 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Ohne Akquisitionen stieg der Umsatz um neun Prozent.

Obgleich sich keine Erholung der Weltwirtschaft abzeichne, erwarte der Vorstand im Gesamtjahr auf Basis des guten Auftragsbestandes, das prognostizierte Umsatzziel von 950 Millionen Euro zu erreichen ebenso wie die angestrebte Ergebnissteigerung. 2001/02 hatte Edscha bei einem Umsatz von 777,2 Millionen Euro ein Ebit von 60,5 Millionen Euro erzielt und einen Überschuss von 20,8 Millionen Euro.

Der Konzern wurde jüngst mehrheitlich von der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group übernommen, die inzwischen mehr als 70 Prozent der Anteile hält. Für eine vollständige Übernahme des Herstellers von Cabriodächern und Scharnieren soll den freien Aktionären Anfang Dezember ein öffentliches Angebot von 26,50 Euro je Aktie unterbreitet werden. Für den kompletten Erwerb müsste Carlyle knapp 245 Millionen Euro zahlen und gleichzeitig Bankverbindlichkeiten von rund 245 Millionen Euro übernehmen.

Die im Kleinwertesegment SDax notierte Edscha-Aktie gab bis zur Mittagszeit leicht auf 26,20 Euro nach.

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