Autor Larson ist in Deutschland nicht unbekannt
„Der Teufel von Chicago“ ist schlimmer als Jack the Ripper

Die Geschichte ist kulturhistorisch interessant, sehr grausam - und wahr: Während Stararchitekt Daniel Hudson Burnham in den USA die Weltausstellung von 1893 plant, nutzt ein Mörder das Riesenprojekt für seine üblen Machenschaften.

HB HAMBURG. Der diabolische Doktor H.H. Holmes baut ein Folterkabinett mit Krematorium, in dem er Frauen bestialisch tötet. Die dunklen Seiten der Großstadt, aber auch die Aufbruchstimmung damals beschreibt Erik Larson fesselnd in dem Buch "Der Teufel von Chicago - Ein Architekt, ein Mörder und die Weltausstellung, die Amerika veränderte".

Der Psychopath Holmes - höflich, attraktiv und galant im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht - tarnt den Ort des Grauens als Hotel. In das bizarre "Holmes's Castle" mit seinen zahlreichen Räumen lockt der Mediziner, der eigentlich Herman Webster Mudgett heißt, junge Frauen, die Arbeit suchen und vom Glamour der Stadt angezogen werden. Viele verschwinden für immer. Für Larson ist dieser vermutlich erste Massenmörder Amerikas "noch gruseliger" als der Brite Jack the Ripper. Als das "Horror-Haus" auffliegt, entdeckt die Polizei Gaskammern, Skelette und chirurgische Instrumente.

In den Vereinigten Staaten feierte die Originalausgabe "The Devil in the white City" Erfolge, gelangte auf die Bestsellerliste der "New York Times" und wurde von unabhängigen Buchhändlern ausgezeichnet. Larson ist auch einem Teil der deutschen Leserschaft bereits bekannt. Der Journalist, der für das "Time Magazine" arbeitet und an Universitäten das Schreiben von Non-Fiction lehrt, ist Autor des Werks "Isaacs Sturm" (S. Fischer Verlag, 2000), in dem er den - ebenfalls wahren - Kampf eines Meteorologen gegen einen Hurrikan beschreibt.

Seite 1:

„Der Teufel von Chicago“ ist schlimmer als Jack the Ripper

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%