Autos und Maschinen sind weltweit gefragt
Deutschland bleibt in vielen Branchen Exportweltmeister

Produkte aus Deutschland haben in der Welt einen guten Ruf. Gerade Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft wie die Autoindustrie und der Maschinenbau glänzen durch hohe Exportraten, die auch der starke Euro nicht wesentlich gemildert hat. Die Erfolge auf den Auslandsmärkten haben vielen Unternehmen geholfen, die Schwäche im Inland zu kompensieren.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT/MAIN. Nur der Export hat in den vergangenen Jahren den Erfolg der deutschen Automobilhersteller gesichert. 2002 standen die Unternehmen rund um die Automobilindustrie für 60 Prozent des deutschen Außenhandelsüberschusses. 2003 wird die Quote in ähnlicher Größenordnung liegen. Eine geringere Nachfrage in den Märkten Westeuropas konnten die deutschen Autobauer durch ein weiter wachsendes Geschäft in Osteuropa, Asien und Amerika kompensieren.

Der Exportanteil steigt seit Jahren ungebremst und liegt nach Berechnungen des Verbandes der Automobilindustrie mittlerweile bei mehr als 70 Prozent - vor zehn Jahren waren es nur gut 50 Prozent. Mehr als 3,5 Millionen PKWs, die von deutschen Bändern rollten, fanden 2003 Käufer im Ausland. BMW, Porsche, Mercedes und Co. gelten weltweit als technologische Spitzenprodukte - zu Spitzenpreisen.

Die Beliebtheit der Autos made in Germany wird nach Meinung der Experten des Marktforschungsunternehmens Polk Marketing in den kommenden Jahren noch wachsen und bis 2005 Rekordwerte erklimmen. Der Verband der Automobilindustrie warnt bereits davor, zu stark auf die Erfolge im Ausland zu setzen: "Wir haben inzwischen eine Exportabhängigkeit erreicht, die früher oder später an gewisse Grenzen stoßen muss", sagt VDA-Präsident Bernd Gottschalk.

Auch der deutsche Anlagen- und Maschinenbau ist im Ausland sehr erfolgreich. Knapp 70 Prozent der Produktion geht in den Export. Damit sind die Deutschen seit Jahren Exportweltmeister in der Branche - vor den USA, Japan und Italien. Nach der Statistik des Industrieverbandes VDMA konnte Deutschland seinen Anteil am Weltexport des Maschinenbaus im vergangenen Jahr sogar noch leicht auf 19 Prozent steigern, während der Anteil der USA auf 15 Prozent sank. Besonders starke Positionen haben deutsche Konzerne in den Bereichen Druckmaschinen (hier kommen die drei Weltmarktführer aus Deutschland), Hütten- und Walzwerke sowie Textilmaschinen.

Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA, erklärt den Erfolg deutscher Maschinenbauer mit der Spitzentechnologie der Produkte. "Dazu haben die Hersteller erfolgreich den weltweiten Service aufgebaut", sagt Wiechers. Der Service stellt bereits rund 20 Prozent der Umsätze des Maschinenbaus, mit wachsender Tendenz. Während ausländische Konkurrenten oft nur Serienmaschinen liefern, liegen die deutschen Hersteller hier nach Ansicht des VDMA-Experten vorn. "Der Service ist die Klammer zum Kunden", sagt Wiechers. Dadurch seien die Produkte aus Deutschland nicht vergleichbar, und die Hersteller könnten auch hohe Preise am Markt durchsetzen.

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