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Autos werden zu Kommunikationszentralen „on the road“

Geschäftsreisende steigen heute so selbstverständlich in das Flugzeug, als würde es in den Nachbarort gehen und nicht um die halbe Welt. Dieser "Connected Lifestyle" wird durch immer mehr mobile Endgeräte wie PDA oder Notebook unterstützt. Doch was kann man bislang im Auto machen außer fahren?

Nicht viel, schon gar nicht, wenn man gleichzeitig fährt. Die Aktivitäten beschränken sich auf Musik hören und telefonieren. Beifahrer und Passagiere können lesen oder ein Notebook nutzen. Mehr ist jedoch nicht möglich. Die mobile Technologie hinkt genau beim mobilsten und individuellsten Fortbewegungsmittel hinterher - dem Auto.

Dabei übernimmt Elektronik im Auto immer mehr Funktionen, die den Fahrer entlasten und gleichzeitig für höhere Sicherheit sowie mehr Komfort sorgen. Bereits heute macht die Elektronik mehr als 22 Prozent des Gesamtwertes eines Fahrzeuges aus - ein Wert, der in Zukunft noch steigen wird. Doch In-Car Computing ist trotz dieser Zahlen meist noch ein Buch mit sieben Siegeln. Vor allem beim Datenaustausch zwischen einzelnen Systemen wie einer On-board-Navigation und PDA Kontakten hakt es.

Autofahrern hingegen ist die Technologie in den jeweiligen Geräten egal. Sie möchten leicht zu bedienende Infotainment-Geräte, die ihre Aufmerksamkeit nicht von der Straße ablenken und gleichzeitig problemlos funktionieren sollen. Die notwendige Interaktion mit der Applikation sollte deshalb auf ein Minimum beschränkt sein und aufwendiges Bedienen von Knöpfen entfallen. Der Fahrer ist jedoch auf eine Reihe von Informationen angewiesen, zum Beispiel auf die Fahrtroute. Die ideale Lösung ist ein Navigationssystem, das per Sprache Informationen zur Strecke gibt. Heute muss der Fahrer die Adresse, zu der ihn das System lotsen soll, noch umständlich per Hand eingeben. In einer intelligent vernetzten Umgebung jedoch könnte er einfach "Fahrtroute zu Firma X" sagen. Das Navigationssystem holt sich die Adresse aus der persönlichen Adressdatenbank des Fahrers und berechnet die Route.

Zukunftsmusik? Nicht notwendigerweise, denn viele der benötigten Technologien gibt es bereits. Momentan ist eine der größten Herausforderungen die fehlenden Bandbreite sowie das Fehlen von Services, die per GPRS, Bluetooth oder Wireless LAN ins Auto überspielt werden können. Technologien wie GPRS oder WLAN eignen sich aber auch, um Software Updates zu vereinfachen. Denn das Aufspielen aktualisierter Software ins Auto ist ein extrem wichtiges Thema: Während ein Fahrzeug leicht zehn Jahre oder länger auf der Straße unterwegs ist, sind Applikationen bereits nach einem Jahr veraltet.

Doch wer will sein Auto schon einige Stunden oder gar Tage in die Werkstatt bringen, nur um sich die neueste Version einer Anwendung überspielen zu lassen? Sicherlich ist die Elektronik im Auto sensibler und komplexer als der heimische Computer, aber ein Update "on the fly" ist trotzdem möglich.

Die Grenzen der Technologie im Auto sind momentan noch nicht abzusehen - sie hängen maßgeblich von der Akzeptanz der Menschen ab, die damit umgehen. Je einfacher Telematik-Geräte jedoch zu bedienen sind und je kurzweiliger sie Fahrtzeiten und Staus gestalten, desto schneller werden sie zum begehrten Standard in Fahrzeugen. Und was heute noch Oberklassewagen vorbehalten ist, fährt dann in jedem Wagen mit.

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