Autotest
Maserati Spyder: Rendezvous mit Startproblemen

TAG-Heuer-Chef Marcus Stadelmann testet für das Weekend Journal den Maserati Spyder. Das Urteil des temperamentvollen Schweizers über den italienischen Luxusroadster fällt klar und deutlich aus: Chapeau!

TAG-Heuer-Geschäftsführer Marcus Stadelmann hat eine peruanische Mutter und einen Schweizer Vater. Bei der Testfahrt mit dem Maserati Spyder ließ der Kombifahrer seinem südamerikanischen Temperament freien Lauf.

Als Marcus Stadelmann mit dem Maserati Spyder vom Hof der Ferrari-Zentrale in Wiesbaden starten will, geschieht: nichts. Denn der Geschäftsführer von TAG Heuer Central Europe hat vergessen, die Handbremse zu lösen. "Manchmal", brummt er, "hat man doch ein bisschen Respekt." Das kleine Hindernis ist schnell überwunden. Dann begibt sich der 39-Jährige in den Feierabendverkehr, um für das Weekend Journal den Maserati Spyder Cambiocorsa zu testen.

Stadelmann ist nervös, dabei sollten ihn Luxusgüter doch eigentlich nicht mehr aus der Ruhe bringen: Seit neun Jahren arbeitet der Schweizer bei der Luxusuhren-Manufaktur, seit zwei Monaten darf er die Geschäfte von TAG Heuer in Deutschland führen. Eigens dafür zog der Manager aus dem schweizerischen Marin ins beschauliche Taunusstädtchen Oberursel.

Stadelmann hat die Vorzüge der deutschen Straßenverkehrsordnung schnell schätzen gelernt. Als er später auf der Autobahn am Schild mit Richtgeschwindigkeit 130 vorbeirauscht, beweist der Uhrenmanager südländisches Temperament: Er tritt noch einmal feste auf das Gaspedal des Roadsters.

Den anfänglichen Respekt vor der schier unzähmbaren Kraft des Spyders hat Stadelmann nun beinahe komplett verloren. "Ich fühle mich sehr sicher", erklärt der Manager, während die Tachonadel langsam immer höher klettert.

Damit beim Fahren kein Unglück passiert, sei mentale Stärke unheimlich wichtig, ergänzt er. Man braucht eine gewisse Selbstsicherheit, um solch einen Flitzer voll auszukosten. Stadelmann genießt die rasante Fahrt jetzt sichtlich: Immer wieder huscht ein Lächeln über sein Gesicht.

"Das Pfeifen bei 220 ist einfach unglaublich", ruft der Uhrenmanager begeistert durch den Wind. Er muss fast schreien, so laut rauscht die Luft durch den offenen Maserati. Für Stadelmann war schnell klar, dass er sich an einem der letzten sonnigen Tage mal so richtig die dunkelblonden Haare durchpusten lassen will: "Ich hatte bisher nicht viele Möglichkeiten, Cabrio zu fahren." Als das Verdeck später fast geräuschlos wieder aus dem Heck des Roadsters auftaucht, staunt er nicht schlecht: "Einfach toll, wie die Ingenieure das gelöst haben."



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