Autovermieter sieht für 2003 Wachstum bei Umsatz und Gewinn
Sixt liegt nach neun Monaten "voll im Plan"

Deutschlands größter Autovermieter Sixt ist dank seines strikten Sparkurses nicht zu bremsen. Nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten 2002 erwartet der Konzern auch im kommenden Jahr trotz eines schrumpfenden Marktes zweistellige Zuwachsraten.

HB/dpa MÜNCHEN."Wir haben allen Grund, optimistisch zu sein", sagte Konzernchef Erich Sixt am Freitag in München. In den ersten neun Monaten 2002 steigerte Sixt den Gewinn vor Steuern durch die Konzentration auf ertragsstarke Geschäfte und eine schlankere Fahrzeugflotte um 22 % auf 31,7 Mill. Euro. Sixt profitiert nach Worten des Konzernchefs auch von den Pleiten der großen Konkurrenten National und Budget.

Der Umsatz blieb in den ersten neun Monaten mit knapp 1,6 Mrd. Euro um 7,4 % unter dem Vorjahreswert. Durch einen Endspurt im vierten Quartal will Sixt die Erlöse im Gesamtjahr aber stabil bei rund 2,3 Mrd. Euro halten. "Der Sixt-Konzern liegt voll im Plan", sagte Sixt. Der Vorsteuergewinn werde wie angekündigt um 15 % über dem Vorjahreswert liegen. Die Sixt-Aktie legte am Freitag zeitweise mehr als acht Prozent auf 10 Euro zu.

Zu dem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten trug vor allem ein Plus von 16 % auf 22,5 Mill. Euro im Vermietgeschäft bei. Sehr gut habe sich das Buchen über das Internet entwickelt. Rund 20 % der Reservierungen würden inzwischen online abgewickelt. Im nächsten Jahr will Sixt zudem die Zahl der Selbstbedienungsterminals an den Vermietstationen deutlich erhöhen. Die Flotte verringerte Sixt um 3500 auf durchschnittlich 30 600 Fahrzeuge.



"Abstand zum Konkurrenten Europcar vergrößert"

Der Abstand zum Konkurrenten Europcar hat sich nach Worten von Erich Sixt vergrößert. An den Vermietstationen auf Flughäfen, die für die Autovermieter besonders wichtig seien, habe Sixt einen Marktanteil von 40 %, Europcar komme auf 30 %. Zahlen für den Gesamtmarkt nannte Sixt nicht. Besonders die Pleiten der großen Konkurrenten Budget und National hätten sich positiv für Sixt ausgewirkt. "Unsere Wettbewerber verschwinden allmählich", sagt Sixt. Am Ende werden sich nach Einschätzung von Sixt nur noch die vier größten halten können. Der Gesamtmarkt für das Autovermietgeschäft sei allerdings rückläufig.

Im Jahr 2003 will Sixt den Gewinn um mindestens zehn und den Umsatz um fünf Prozent steigern. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Konjunktur wieder leicht anziehe. Sixt werde sich noch stärker auf ertragsstarke Geschäfte konzentrieren. Dies habe Vorrang vor dem Umsatz. "Wir beteiligen uns nicht an Preiskämpfen", betonte Sixt.

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