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Autowerte im Plus

Die Aktien von BMW, Volkswagen und Porsche haben am Donnerstag Kursgewinne verbucht, nachdem die Autohersteller deutliche Absatzsteigerungen in den USA im Juli bekannt gegeben hatten.

rtr FRANKFURT. BMW-Titel führten teilweise mit einem Kursplus von 2,5 % auf 41,40 ? die Gewinnerliste im Dax an. VW-Papiere legten um 0,8 % auf 54,06 ? zu, während der Dax ein Plus von ebenfalls 0,8 % verbuchte. Die im Börsensegment der mittelgroßen Werte M-Dax notierten Aktien des Sportwagenherstellers Porsche zogen um 2,5 % auf 417,65 ? an. Der Dow Jones-Stoxx-Index für europäische Autowerte notierte 0,4 % fester. Daimler-Chrysler widersetzten sich allerdings dem Trend und gaben um 0,3 % auf 56,42 ? nach.

Außer Daimler-Chrysler profitierten die Autowerte von den guten Absatzzahlen, sagte ein Stuttgarter Aktienhändler. "Bei Daimler-Chrysler sieht man die Situation differenzierter", fügte er mit Blick auf den Rückgang der Absatzzahlen bei der US-Sparte Chrysler hinzu. BMW, VW und Porsche hatten im Juli 2001 in den USA trotz des schwachen Marktes ihre Absätze zum Teil deutlich gesteigert, wobei BMW mit einem Absatzplus von 25,6 % im Vergleich zum Juli 2000 das beste Ergebnis erzielte. VW setzten 6,2 % mehr Fahrzeuge ab, bei Porsche stieg der Absatz um 4,1 %. Der Absatz von Mercedes stieg um 5,7 %, während Chrysler ein Minus von 3,1 % verbuchte.

Des Weiteren beeinflussten handelstechnische Strategien derzeit die Aktienkurse, fügte der Börsianer hinzu. "Man möchte das Risiko bei einem Investment im Autosektor verteilen." Dazu würden Marktteilnehmer die Aktien von VW kaufen und gleichzeitig die von Daimler-Chrylser leer verkaufen. Bei einem Leerverkauf (Short-Position) spekuliert der Investor auf fallende Kurse in der Zukunft und verkauft geliehene Aktien. Haben die Titel dann an Wert verloren, kauft er sie günstiger wieder zurück.

Bei Daimler-Chrysler-Aktien verfolge man diese Strategie im Hinblick auf die erwarteten Verkäufe von Beteiligungen an dem Autokonzern, sagte der Händler. "Man geht davon aus, dass sich Banken, explizit die Deutsche Bank, irgendwann von ihren Unternehmensbeteiligungen trennen werden", was den Aktienkurs belasten könnte. Die Deutsche Bank hält rund zwölf Prozent an Daimler-Chrysler. Solche Handelsstrategien wendeten Investoren insbesondere dann an, wenn sich innerhalb eines Sektors kein eindeutiger Trend abzeichne, man seine Engagements in der Branche aber nicht einstellen wolle, fügte der Experte hinzu.

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