Autozulieferer auf Einkaufstour
Mahle übernimmt Werke von BMW und Daimler

Der Trend bei den Autohersteller, Fabriken an Zulieferer abzugeben, hält unvermindert an. Die Mahle GmbH übernimmt jetzt von BMW die Nockenwellen-Fertigung in Berlin Spandau mit 250 Beschäftigten. In einem ersten Schritt erwirbt der weltgrößte Kolbenhersteller 51 % der Anteile, mittelfristig kommt das Werk ganz zu den Stuttgartern.

brb STUTTGART. Auch mit Daimler-Chrysler ist Mahle Ende 2002 einig geworden. Das ehemalige Daimler-Werk für Ventiltriebsysteme in Bad Homburg gehört jetzt ganz dem Kolbenhersteller. Daimler hielt zuletzt noch ein Viertel der Anteile.

Vor allem vom BMW-Werk verspricht sich Mahle-Chef Heinz Junker ein gutes Geschäft. BMW produzierte dort für alle Fahrzeuge des Konzerns Nockenwellen, bezog die Rohlinge aber von Mahle-Wettbewerbern. Nach einer Übergangsfrist will Mahle auch die Rohlinge liefern.

"Die Fertigungstiefe bei den Autoherstellern wird in den nächsten 10 Jahren von 25 auf 20 % sinken", prognostiziert Ferdinand Dudenhöffer, Automobilexperte der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die Hersteller geben dabei neben der Fertigung bestimmter Komponenten auch die Entwicklung dafür ab, was für die Zulieferer besonders interessant ist.

Mahle ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe schnell gewachsen. Auch 2002 konnten die Stuttgarter ihren Umsatz um 9 % auf 3,1 Mrd. Euro steigern. Das Jahresergebnis, genaue Zahlen fehlen noch, soll auf Vorjahresniveau liegen. 2001 hatte der Konzern 95 Mill. Euro verdient. Im Dezember 2002 hat Mahle zudem den japanischen Kolbenhersteller Izumi mit 170 Mill. Euro Umsatz übernommen.

Quelle: Handelsblatt

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