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Aventis übertrifft Analystenschätzungen für 2000

Der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn in der Life Science etwas über den Erwartungen der Analysten gesteigert. In den Life Science-Geschäften der Aventis Pharma und der Aventis Agriculture habe der Gewinn vor Sondereinflüssen um 51,3 % auf 1,127 Mrd. Euro zugenommen, teilte Aventis am Freitag in Straßburg mit.

Reuters STRAßBURG. Analysten hatten nach einer Umfrage der JCF Group im Vorfeld mit einem Gewinnanstieg auf 1,089 Mrd. Euro gerechnet. Für die Jahre 2001 bis 2003 erwartet der Konzern den weiteren Angaben zufolge in seinen künftigen Pharma-Kerngeschäften einen jährlichen Gewinnzuwachs je Aktie von 25 bis 30 %. Für die Aktionäre schlug Aventis eine höhere Dividende vor.

"Unsere Pharmaaktivitäten - das künftige Kerngeschäft von Aventis - haben sich ausgezeichnet entwickelt, insbesondere durch das Wachstum unserer strategischen Pharmaprodukte und durch die Fortschritte im wichtigen amerikanischen Markt", erklärten Aventis-Chef Jürgen Dormann und sein Stellvertreter Jean-Rene Fourtou. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Abspaltung seines Pflanzenschutzgeschäftes Aventis Crop Science und den Verkauf der Tiergesundheitssparte Aninmal Nutrition für 2001 angekündigt. Künftig sollen die Kerngeschäfte nur noch verschreibungspflichtige Arzneien, Impfstoffe, Blutplasmaprodukte sowie das Tiergesundheits-Unternehmen Merial umfassen, an dem Aventis und die amerikanische Merck & Co jeweils zur Hälfte beteiligt sind.

Ferner teilte Aventis mit, der Gewinn je Aktie in der Life Science habe 2000 um 51,1 % auf 1,44 Euro zugenommen. Analysten hatten hier zuvor im Schnitt 1,43 Euro erwartet. Der Life Science-Umsatz habe um 12,1 % auf 20,625 Mrd. Euro zugenommen. Branchenexperten der Deutschen Bank hatten hier zuvor einen elfprozentigen Zuwachs auf 20,469 Mrd. Euro prognostiziert. Im Gesamtkonzern betrug der Nachsteuergewinn nach Unternehmensangaben 1,126 Mrd. Euro, was einem Plus von 63 % gegenüber dem Pro-forma-Ergebnis 1999 entspreche. Nach Einmalfaktoren sei der Konzernnettoverlust auf 147 Mill. Euro von zuvor 1,365 Mrd. Euro verringert worden.

Zudem teilte der Konzern mit, mit erzielten Synergien von 430 Mill. Euro im vergangenen Jahr seien die eigenen Ziele von 400 Mill. Euro übertroffen worden. "Im Jahre 2001 planen wir, zusätzliche Synergien in Höhe von 470 Mill. Euro zu realisieren", erklärte Aventis-Finanzchef Patrick Langlois. Bis Jahresende 2001 würden sich damit die Einsparungen auf 900 Mill. Euro addieren. 2002 sei dann mit Einsparungen von 1,2 Mrd. Euro zu rechnen. Aventis war 1999 aus der Fusion der ehemaligen Hoechst AG mit dem französischen Pharmakonzern Rhone Poulenc hervorgegangen.

Die Gesamtschulden der Aventis bezifferte der Konzern zum Jahresende 2000 auf 13,133 Mrd. Euro. Nach Abschluss aller geplanten Desinvestitionen entfielen auf die künftigen Pharma-Kerngeschäfte etwa 4,1 Mrd. Euro, hieß es.

Für die Aktionäre schlug Aventis eine Dividende von 0,50 (Vorjahr 0,45) Euro je Aktie vor. Einschließlich der französischen Steuergutschrift ergebe sich damit eine Bruttodividende von 0,75 Euro je Aktie.

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