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AWD erhöht nach Rekordquartal Umsatz- und Gewinnprognose für 2004

Der Finanzdienstleister AWD Holding hat nach dem besten Quartal der Unternehmensgeschichte seine Prognosen für den Umsatz und Gewinn erhöht.

dpa-afx HANNOVER. Der Finanzdienstleister AWD Holding hat nach dem besten Quartal der Unternehmensgeschichte seine Prognosen für den Umsatz und Gewinn erhöht. Der Umsatz solle nun im Gesamtjahr um mindestens 17 Prozent auf 658 Mill. Euro steigen, sagte AWD-Finanzvorstand Ralf Brammer am Donnerstagmittag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstagmorgen hatte AWD noch die Prognose eines 15-prozentigen Umsatzanstiegs bestätigt.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern rechnet der Finanzvorstand jetzt mit einem Anstieg auf mindestens 66 Mill. Euro (bisher 65 Mio). 2003 waren es 55,5 Mill. Euro. Die im MDax notierte Aktie machte infolge der angehobenen Prognose ihre zuvor eingefahrenen Verluste von bis zu 2,75 Prozent wett und notierte am Nachmittag nahezu unverändert.

Quartalszahlen IM Rahmen DER Erwartung

Zwischen Juli und September stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 163 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um mehr als ein Fünftel auf 17,2 Mill. Euro. Vor allem in Deutschland habe es wegen der starken Nachfrage nach Altersvorsorge-Produkten deutliche Zuwächse gegeben. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenprognosen.

In Deutschland - dem wichtigsten Markt für AWD - legte das Unternehmen überproportional stark zu. Der Umsatz legte im Heimatmarkt um 30,5 Prozent auf 99,2 Mill. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg hier von 6,6 auf 14,6 Mill. Euro. Im Inland profitierte der Finanzdienstleister von der hohen Nachfrage nach Lebensversicherungen, deren Steuerprivileg Ende des Jahres wegfällt. Finanzvorstand Brammer rechnet trotz des wegfallenden Privilegs nicht mit einem Umsatzeinbruch im ersten Quartal des kommenden Jahres. Im Jahresvergleich soll der Erlös um zehn Prozent zulegen.

Gewinn IN Grossbritannien Sinkt Wegen Sonderfaktoren

In den Auslandsmärkten sank das Ebit (minus 43,1 Prozent auf 3,3 Mill. Euro) in Großbritannien bei steigenden Umsätzen, die um 7,9 Prozent auf 24,6 Mill. Euro zulegten. Der Gewinn-Rückgang in Großbritannien sei auf Sonderfaktoren zurückzuführen. In Österreich - der nach Umsatz drittstärksten AWD-Region - fiel der Umsatz um 5,5 Prozent auf 20,7 Mill. Euro, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 9,3 Prozent auf 4,7 Mill. Euro stieg. In der Schweiz verzeichnete AWD einen Umsatz- und Ebit-Rückgang.

Die Zahl der AWD-Neukunden stieg im dritten Quartal um fast neun Prozent auf 55 000. Im bisherigen Jahresverlauf gewann AWD 164 000 Kunden dazu - alleine das Beratungsgeschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben 20 000 neue Kunden. Insgesamt sei damit die Zahl der Privatkunden auf 1,35 Mill. gestiegen.

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