AWD legte bereits Geschäftszahlen vor
Händler rechnen mit leichteren Dax-Kursen

Auch am Mittwoch sind sich Marktteilnehmer über den Verlauf des bevorstehendenen Handelstages nicht schlüssig. "Die Jungs werden langsam nervös; nur Liquidität allein kann die Kurse nicht weiter treiben", sagt ein Beobachter. Es werde wohl zu Gewinnmitnahmen kommen, denn irgendjemand müsse ja schließlich gekauft haben, als die Kurse unten waren. Eine Prognose für den Tag sei aber sehr schwierig. Marktteilnehmer rechnen überwiegend mit leicht nachgebenden Kursen.

vwd FRANKFURT. Wegen der Umstellung der MCSI-Indizes auf Streubesitz, dessen erster Schritt am Freitag erfolgt, könnten Deutsche Telekom und Münchener Rückversicherung nach Einschätzung von Händlern weiter unter Druck stehen. Sie verweisen darauf, dass die Umstellung zwar schon lange bekannt ist, die Indexfonds ihre Anpassungen aber erst zum Schlusskurs am Freitag vornehmen und es deshalb weitere Bewegung geben werde. Berichte, denen zufolge BASF wegen der Vitamin-Kartellbuße im vierten Quartal einen Verlust verbuchen wird, sollten dagegen nur psychologische Bedeutung haben. "Jeder konnte die Auswirkungen der Strafe ausrechnen", sagt ein Marktteilnehmer, "allerdings hat ein negatives Quartalsergebnis unter Umständen trotzdem Auswirkungen auf die Stimmung."

Händler diskutieren am Morgen weiter über den Verkauf des Aktienpaktes von Guy Wyser-Pratte an den Rheinmetall-Mehrheitseigner Röchling. Der Verkauf sei sehr überraschend gekommen und eigentlich positiv zu werten, weil er Vertrauen zum Ausdruck bringe, sagt ein Marktteilnehmer. Am Dienstag hatte der Verkauf noch für ein Minus von knapp neun Prozent gesorgt und die Aktie damit ans Ende der MDAX-Liste geschickt. Seit dem Einstieg des US-Investors haben sich die Kurse fast verdoppelt.

Die vorbörslich vorgelegten Neun-Monatszahlen von AWD sind bei bei Provisionsumsatz etwas niedriger ausgefallen als erwartet, sagt ein Analyst. Das liege auch an dem großen Engagement in der Schweiz, die ebenfalls durch einen Anschlag verunsichert worden sei. Das Ergebnis vor Steuern sei etwas besser ausgefallen als erwartet. Sehr gut seien die Nachrichten über die betriebliche Altersvorsorge; die von AWD vorgelegten Zahlen über Vertragabschlüsse mit mittelständischen Unternehmen seien eine sehr positive Überraschung.

Vorbörslich nennen Händler folgende erste Taxen (Vortagesschluss in Klammern): Daimler-Chrysler 48,20 zu 48,50 EUR (48,50), Deutsche Telekom 18,60 zu 18,80 EUR (18,84), Infineon 23,50 zu 23,40 (23,96), Münchener Rückversicherung 283,00 zu 286,00 EUR (287,99).

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