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AWD will in einigen Jahren in China antreten - Auslandspläne drücken Rendite

Der Finanzdienstleister AWD bereitet sich auf den Einstieg in China vor. "Wir sichten den Markt und prüfen die regulatorischen Rahmenbedingungen in China", sagt Vorstandschef Carsten Maschmeyer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe).

dpa-afx FRANKFURT. Der Finanzdienstleister AWD bereitet sich auf den Einstieg in China vor. "Wir sichten den Markt und prüfen die regulatorischen Rahmenbedingungen in China", sagt Vorstandschef Carsten Maschmeyer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). China sei der größte Altersvorsorgemarkt der Zukunft. Etwa 75 Prozent der Chinesen hätten gar keine Altersvorsorge. Daher habe die Regierung den Markt bereits für fremde Anbieter geöffnet: 30 ausländische Versicherer verkauften ihre Produkte in China, 100 weitere hätten entsprechende Lizenzen beantragt.

AWD werde aber nicht im Alleingang agieren: "Es ist sinnvoll, das gemeinsam mit einem lokalen Partner zu machen." Maschmeyer will aber nichts überstürzen: "Es dauert voraussichtlich ein paar Jahre, bis wir in China an den Start gehen könnten." Aktuell liegt der Auslandsanteil am angestrebten Konzernumsatz von 658 Mill. Euro bei rund 44 Prozent.

Rendite

Die Vorleistungen im Ausland sind laut Maschmeyer mit dafür verantwortlich, dass AWD renditeschwächer sei als der Wettbewerber MLP, der sich auf Deutschland konzentriere. Während die Umsatzrendite von AWD gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten neun Monaten 2004 bei gut zehn Prozent lag, peilt MLP nach eigener Aussage eine Ebit-Rendite von 20 Prozent an.

Maschmeyer ist davon überzeugt, dass seine Expansionsstrategie zu kontinuierlich steigenden Erträgen führt: Langfristig will er eine Ebit-Rendite von 12,5 bis 14 Prozent erreichen. Der Umsatz soll binnen vier bis fünf Jahren verdoppelt werden. Die Zahl der Kunden soll von heute 1,3 Mill. bis 2008 auf zwei Mill. klettern.

Einen Verkauf des im MDax notierten Unternehmens schloss Firmengründer Maschmeyer aus. "In den vergangenen zwei Jahren haben fünf der zehn größten Finanzhäuser Europas bei mir angeklopft. Doch ich will und werde meinen Anteil nicht verkaufen." Er kündigte an, bereits für 2004 werde AWD die Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder individuell ausweisen.

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