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AXA Konzern AG schließt Verlust 2004 nicht aus - Peilt mehr Beiträge an

Der zum französischen Versicherer AXA SA gehörenden Kölner AXA Konzern AG droht wegen Schwankungsrückstellungen und dem Abbau stiller Lasten im ersten Halbjahr ein Verlust für 2004. Das meldete der Versicherer am Donnerstag in Köln. Rote Jahreszahlen seien trotz gesenkter Kosten und einem versicherungstechnischen Gewinn nicht auszuschließen.

dpa-afx KÖLN. Der zum französischen Versicherer AXA SA gehörenden Kölner AXA Konzern AG droht wegen Schwankungsrückstellungen und dem Abbau stiller Lasten im ersten Halbjahr ein Verlust für 2004. Das meldete der Versicherer am Donnerstag in Köln. Rote Jahreszahlen seien trotz gesenkter Kosten und einem versicherungstechnischen Gewinn nicht auszuschließen.

Die Beiträge dürften im Gesamtjahr im deutschen AXA-Konzern auf vergleichbarer Basis um 3 % steigen. "Absolut werden sie um rund 180 Mill. ? steigen, wobei wir allein in der Krankenversicherung einen Zuwachs von rund 110 Mill. ? erwarten", meldete der Versicherer. AXA peile zudem eine "günstige Schaden-Kosten-Quote" an und will damit sinkende ordentliche Kapitalerträge ausgleichen. "Im operativen Geschäft sind wir zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung des Vorjahres fortsetzt", hieß es im Bericht.

Reduzierung Stiller Lasten UND Schwankungsrückstellungen

Die Gesellschaft senkte ihre Stillen Lasten auf Aktien und Aktienfonds im ersten Halbjahr auf 320 Mill. ?. Dies umfasse neben Marktwert-Veränderungen auch Abschreibungen in Höhe von 271 Mill. ? und Abgangsverluste von 113 Mill. ?. Die Reservequote erhöhte sich dadurch auf 3,0 %. Gleichzeitig erzielte AXA außerordentliche Abgangsgewinne vor allem aus dem Verkauf von Rentenpapieren von 185 Mill. ?.

Außerdem mache der bisher günstige Schadenverlauf voraussichtlich erneut eine hohe Aufstockung der Schwankungsrückstellung nötig. Dies beeinträchtige zwar das Konzernergebnis, stärke aber als den Eigenmitteln gleichzusetzende Reserven die Substanz.

Mehr Einnahmen

Im ersten Halbjahr stiegen die Einnahmen der AXA Konzern AG um 2,0 % auf 3,5 Mrd. ?. Stärkster Wachstumsträger sei erneut die AXA Krankenversicherung gewesen. Überproportional war das Zuwachs vor allem in den jungen Geschäftsfeldern Pensionskasse und AXA "die Alternative", wie der Versicherer meldete. Die Schaden-Kostenquote verbesserte sich um 1,5 %punkte auf 94,5 %. Liegt diese so genannte Combined Ratio unter 100 %, so erzielt ein Versicherer operativ Gewinne. AXA schraubte die Kosten im Berichtzeitraum um 5 % zurück.

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