B & L Immobilien scheitert mit Kapitalerhöhung
AIG hält am Zeitplan für Börsengang fest

Trotz der miserablen Börsenstimmung, vor der auch die B & L Immobilien AG mit ihren Plänen für eine Kapitalerhöhung kapituliert hat, will die Immobilientochter des amerikanischen Finanzriesen AIG ihren Börsengang in Frankfurt durchziehen.

hof/scc FRANKFURT/M. "Der Zeitplan wird eingehalten", sagte Patrick Walcher vom Konsortialführer Landesbank Baden-Württemberg LBBW, schränkte aber ein: "Das ist der Stand heute." Die Entwicklung an den Kapitalmärkten sei "zwar nicht gerade förderlich", doch die Bank baue auf das Konzept der AIG International Real Estate GmbH & Co. KGaA (AIG-IRE). Der Börsenaspirant will beim Gang in den Amtlichen Handel der Frankfurter Börse 250 bis 500 Mill. Euro einsammeln und heute die Details des Angebots bekannt geben.

Die B & L Immobilien AG hat am späten Montag Abend das vor drei Wochen angekündigte Angebot zurückgezogen. Die Hamburger führten die mangelnde Nachfrage nach den neuen Papieren auf die "aktuell schwierige Situation der Kapitalmärkte" zurück. Die Kapitalerhöhung sei nur vorläufig verschoben und solle in einem besseren Umfeld nachgeholt werden, hieß es. Geplant war die Ausgabe von mehr als 4,3 Mill. neuer Papiere.

Während sich die LBBW äußerst zuversichtlich gibt, bei Institutionellen Anlegern auf eine hohe Nachfrage zu stoßen, haben gerade diese die B & L-Pläne zu Fall gebracht. "Es war einzig die Entwicklung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche entscheidend", sagte B & L-Vorstandschef Hans Hellberg. Beispielsweise sei noch am Freitag eine Order über 10 Mill. Euro zurück gezogen worden. Hellberg wehrte sich dagegen, dass das B & L-Angebot am Preis von bis zu 26 Euro gescheitert sei. "Die meisten Gebote bewegten sich etwa zwischen 20 und 22,50 Euro", so Hellberg. Die erwarteten etwa 100 Mill. Euro aus der Kapitalerhöhung, die zur Hälfte für Akquisitionen und zur Ablösung der LEG Schleswig-Holstein-Finanzierung geplant waren, werden nun das Wachstumstempo einschränken. Nun müssten eventuell Immobilien zur Stärkung des Eigenkapitals verkauft werden.

Die neu gegründete AIG-IRE will sich mit dem eingesammelten Geld aus dem Börsengang weltweit an den Immobilien-Aktivitäten des US-Versicherungsriesen beteiligen. Sie verspricht hohe Renditen, die auf Objektebene jährlich mindestens 15 % betragen sollen. Potenzielle Anleger bezahlen dafür mit einem höheren Risiko als bei traditionellen Immobilienanlagen.

Quelle: Handelsblatt

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