B2B-Handelsplattform
DCI AG startet E-Commerce-Initiative

Neuartige Sicherheitsinfrastruktur für B2B-E-Commerce soll Durchbruch im elektronischen Geschäftsverkehr ermöglichen

vwd MÜNCHEN. Die Database for Commerce and Industry AG (DCI), Starnberg, will mit einem neuen Konzept für sicheren E-Commerce europaweit den Online-Handel "revolutionieren". An der elektronischen Initiative mit Namen "Trusted Trader.org" sind außer DCI als Kooperationspartner die Allianz AG, Hermes Kreditversicherungs-AG, die Gerling Kreditversicherungs-AG mitsamt Tochter Trusted Shops GmbH sowie die Arthur beteiligt, teilte DCI am Dienstag in München mit. Die Unternehmen wollen künftig ihre Datenbankinformationen, elektronische Abwicklungssysteme und Dienstleistungen gemeinsam in einer B2B-Handelsplattform anbieten und damit bis zu 15 Millionen Kunden in Europa erreichen.

Dies sei das Potenzial, das DCI aufgrund bestehender Datenbankeinträge bei der Hermes Kreditversicherungs-AG ausgemacht habe. Genauere Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr wollte DCI jedoch nicht nennen. Für 2001 rechne der Vorstand aber mit "einigen Milliarden DM Handelsvolumen über das Trade-System", im Vergleich zu derzeit etwa 840 Mill. DM, sagte der Vorstandsvorsitzende, Michael Mohr.

Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres will das Unternehmen außerdem nach Angaben von Finanzvorstand Klaus Zuber über 30 000 statt derzeit 15 000 zahlende Mitglieder verfügen. Geht es nach Mohr, so sollen die potenziellen Businesskunden innerhalb der nächsten drei Jahre möglichst komplett als Anbieter an die neue Online-Community angeschlossen werden.

Für jeden Unternehmenseintrag bei "Trusted Traders" erhebe DCI einen Beitrag von 200 Euro pro Jahr, erläuterte Mohr. Online-Shops zahlen 1 500 Euro monatlich. Als Gegenleistung stelle DCI den Händlern die Plattform-Infrastruktur sowie "einen Pool sicherer Business Adressen" zur Verfügung. Die Kooperationspartner Hermes, Allianz und Gerling führten Bonitätskontrollen durch, böten Transportversicherungen an und verteilten Gütesiegel für die Sicherheit der Datenübertragung. Zahlungsabwicklung und Factoring würden schließlich mit HBCI-Standard über die Deutsche Bank laufen, die jeden Trader mit Smart Card und Lesegerät ausrüsten will.

Die Vermittlung von Finanzierungs- und Versicherungsleistungen leiste DCI auf Provisionsbasis. Der technische Plattformaufbau habe bei DCI keine Kosten verursacht, gab Finanzvorstand Klaus Zuber an. Hohe Investitionen seien aber im ersten Halbjahr 2000 für ein "repäsentatives Geschäftsgebäude" und eine Mitarbeiteraufstockung angefallen. Sie hätten maßgeblich zum negativen Halbjahresergebnis von minus 3,9 Mill. (-129 000) Euro nach Steuern beigetragen. Für Ende 2001 strebe DCI nach wie vor das Erreichen des Breakeven an.

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