Babcock, E.ON und Ruhrgas drücken den Kurs
Sorgen um Sommergeschäft belasten TUI-Aktie

Sorgen um ein schlechter als erwartet verlaufendes Sommer-Reisegeschäft haben Händlern zufolge am Freitag die Aktien von TUI belastet. Die Aktien fielen zur Eröffnung um bis zu knapp sieben Prozent und lagen am Vormittag 2,8 Prozent im Minus bei 20,85 Euro.

Reuters FRANKFURT. Am Markt gebe es Befürchtungen, dass Europas führender Reiseveranstalter sein Ziel, den bislang zweitelligen Buchungunsrückgang beim Sommergeschäft in Deutschland auf einen einstelligen Prozentsatz zu drücken, verfehlen werde, sagte ein Analyst. Ein weiterer Belastungsfaktor sei die knapp neunprozentige Beteiligung des Unternehmens am insolventen Anlagenbauer Babcock Borsig.

Außerdem trübe die vorläufig gestoppte Übernahme von Ruhrgas durch E.ON die Stimmung, hieß es weiter. E.ON hatte Anfang Juli angekündigt, nach Erteilung der Ministererlaubnis zur Übernahme der Mehrheit an Ruhrgas auch die übrigen Anteile an dem Gasversorger übernehmen zu wollen. Neben TUI sind auch ExxonMobil und Shell an Ruhrgas beteiligt. Gegen die Fusion von E.ON und Ruhrgas hatten mehrere Energieversorger Einspruch eingelegt.

Der inzwischen von TUI zurückgewiesene Zeitungsbericht über angebliche Bilanzunregelmäßigkeiten des früher unter dem Namen Preussag firmierenden Konzerns habe dagegen keinen Einfluss auf den Aktienkurs, sagte der Analyst weiter. "Die Welt" hatte in ihrer Donnerstagausgabe berichtet, die Preussag-Bilanz des Geschäftsjahres 1996/1997 weise keine der erforderlichen Unterschriften auf.

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