Babcock / HDW
Zwischenruf: Leere Worte

beu DÜSSELDORF. Klaus Lederer, Vorstandschef des Anlagen- und Werftkonzerns Babcock, liebt markige Worte. Nach seinem Einstieg bei HDW hatte er den Schiffbau zur Chefsache erklärt und vier unbotmäßige Mitglieder aus dem Kieler Vorstand gefeuert. Schiffbau sollte zur Ertrags-Säule von Babcock werden.

Auf dem Weg dahin traf Lederer etliche Fettnäpfchen, verprellte den Partner Thyssen Krupp, landete aber auch Erfolge wie die Übernahmen einer schwedischen und einer griechischen Marinewerft. Doch Lederers Visionen sind den Finanzen weit enteilt. Die leere Kasse hinderte ihn daran, statt 50 Prozent plus einer Aktie 100 Prozent von HDW zu übernehmen und die Werft als Keimzelle eines europäischen Verbunds zu nutzen. Der gesamte Babcock-Konzern ist weniger wert als die Hälfte von HDW. Jetzt haben andere in Kiel das Sagen. Lederer bleibt zwar HDW-Chef, aber als Befehlsempfänger und auf Abruf.

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