Babcock
Zum Thema: Was bleibt von Babcock?

Die Babcock Borsig AG agiert bislang mit ihren rund 22 000 Beschäftigten zwar weltweit. Ihr Schwerpunkt liegt aber eindeutig in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen.

gil DÜSSELDORF. Von den 13 000 in Deutschland beschäftigten Mitarbeitern haben fast 9 000 dort ihren Arbeitsplatz. Die Menschen im Ruhrgebiet werden die Zerschlagung des Konzerns besonders stark zu spüren bekommen.

Energietechnik: Der Kernbereich von Babcock liegt wie die Konzernzentrale in Oberhausen. Dort ist Babcock mit 3 000 Beschäftigten größter Arbeitgeber. Die Energietechnik setzt rund 2,4 Mrd. Euro um. Nach einem Konzept der Unternehmensberater von Roland Berger soll sich Babcock künftig auf die Energietechnik mit den Sparten Kraftwerksbau, Abhitzekessel und Service konzentrieren. Der Bereich mit insgesamt 10 700 Beschäftigten verfügt über ein weltweites Netz von Fertigungs- und Servicestandorten. Eine wichtige und erfolgreiche Auslandsgesellschaft ist die Vogt-Nem in den USA, einer der weltweit größten Hersteller von Abhitzekesseln für Gas- und Dampfkraftwerke mit einem Umsatz von rund 1 Mrd. Euro. Diese Gesellschaft sollte nach den bisherigen Plänen an den US-Investor One Equity Partners (OEP) verkauft werden, was für Babcock sicher ein schwerer Verlust wäre.

Umwelttechnik: Diese Sparte hat in Gummersbach ihren Sitz. Zu ihr gehört auch die durch den Kölner Müllskandal bekannte Babcock-Tochter Steinmüller. Angeblich interessiert sich der französische Alstom-Konzern für diesen Bereich ebenso wie für Teile des Kesselbaus.

Schiffbau: Mit insgesamt 5 000 Beschäftigten umfasst dieser zweite Kernbereich so bekannte Namen wie HDW, Nobiskrug und Hagenuk Schiffstechnik und deckt Arbeitsgebiete rund um Schiffsreparaturen und Herstellung von Schiffskomponenten ab. Die vor allem im U-Boot-Bau erfolgreiche Kieler Werft HDW gilt als Perle im Babcock-Konzern; deshalb machte der Verkauf an den US-Investor OEP Schlagzeilen.

Sonstige Beteiligungen: Dieser Geschäftsbereich gilt als Verschiebebahnhof des Konzerns und umfasst vor allem die Aktivitäten im Maschinen- und Apparatebau. Darunter die Schuma-Gruppe aus Aachen, ein Spezialist für Ziehmaschinen und Präzisionsteile, die Babcock-BSH-Gruppe aus Bad Hersfeld, die Trocknungs- und Beschichtungsanlagen herstellt, und die Krantz-TKT mit dem Arbeitsgebiet Gebäudemanagement. Diese Bereiche sollten bereits nach früheren Plänen verkauft werden.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%