Backbone abgeschaltet
KPNQwest-Wellen schwappen nach Deutschland

Die Teilabschaltung der Glasfaser-Netze der KPNQwest hat auch in Deutschland zu deutlichen Behinderungen im Internet geführt.

vwd BERLIN. Vor allem Unternehmen, die ihren Datenverkehr über die KPNQwest-Tochter Ebone führten, und zahlreiche Internet-Kunden der Deutschen Telekom AG hätten von und nach Deutschland Verzögerungen festgestellt, sagte der stellvertretende Chefredakteur des Computer-Magazins "C't", Jürgen Kuri. Die Telekom habe Ebone bisher für einen beträchtlichen Teil ihres Datenverkehrs genutzt. Dagegen betonte ein Sprecher der Telekom, für Geschäftskunden sei rechtzeitig Vorsorge getroffen worden. Diese hätten "praktisch nichts bemerkt". Ebone als in Belgien ansässige Tochter von KPNQwest hatte einen Teil der so genannten Internet-Backbones betrieben. Dies sind besonders leistungsstarke Internet-Fernleitungen, die das Rückgrat des weltumspannenden Datennetzes bilden. Ebone hatte seit Montag schrittweise die Kapazität heruntergefahren und war schließlich durch die Konkursverwalter von KPNQwest am Dienstag ganz abgeschaltet worden. Insgesamt besteht am Markt der so genannten Internet-Backbones ein Überangebot. Allerdings mussten die bislang über Ebone laufenden Datenströme erst schrittweise auf freie Leitungen umgeleitet werden. Zeitweise soll Ebone etwa die Hälfte des europäischen Internetverkehrs übernommen haben. Nachdem KPNQwest Ende Mai in die Insolvenz gegangen war, waren die meisten Ebone-Kunden bereits zu anderen Anbietern gewechselt. Von den Problemen nicht betroffen sind die KPNQwest-Datenleitungen innerhalb Deutschlands.

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