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BAE erzielt Eurofighter-Grundsatzvereinbarung - Margen unter Druck

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat am Montag Fortschritte bei den Eurofighter-Verhandlungen verkündet, gleichzeitig aber Druck auf die Gewinnmargen in seiner Wartungssparte eingeräumt.

dpa-afx LONDON. Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat am Montag Fortschritte bei den Eurofighter-Verhandlungen verkündet, gleichzeitig aber Druck auf die Gewinnmargen in seiner Wartungssparte eingeräumt. Im kommenden Jahr werde als Summe dieser Entwicklungen eine leichte Ergebnisverbesserung erwartet, teilte das Unternehmen am Montag mit. Analysten und der Aktienmarkt reagierten enttäuscht.

In den Verhandlungen mit dem britischen Verteidigungsministerium zum Bau der zweiten Tranche des Eurofighters sei eine Grundsatzvereinbarung über einige Modifikationen erzielt worden, erklärte BAE Systems. Die zu erwartenden Vergabe des Auftrags werde sich aber nicht mehr auf das Ergebnis für 2004 auswirken. Für 2004 behielt BAE Systems seine Prognosen bei.

Geringere Margen IN Saudi-Arabien

Im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung erwartet BAE einen guten Beitrag von seiner Beteiligung an dem Flugzeughersteller Airbus. Außerdem entwickele sich das Nordamerika-Geschäft sehr gut. In der Wartungssparte Customer Solutions and Support zeichne sich jedoch eine Verringerung der Gewinnmargen ab. So übernehme etwa der saudi-arabische Vertragspartner beim "El Jamamah"-Rüstungsprojekt bestimmte Leistungen früher als erwartet in Eigenregie. Gleichzeitig erhöhe sich der Anteil der Dienstleistungen für das britische Militär mit seinen geringeren Margen.

Der Hinweis auf die Margenentwicklung veranlasste das Investmenthaus Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) die Aktien von BAE Systems von "Add" auf "Hold" herunterzustufen. Die Ankündigung sei "etwas enttäuschend und stelle die erste Senkung der Gewinnprognose dar", merkten die Analysten an. An der Londoner Stock Exchange sackten die Papiere bis zum frühen Nachmittag um mehr als vier Prozent ab. Der Ftse-100-Index gab gleichzeitig rund 0,5 Prozent nach.

Eine Vereinbarung über die zweite Tranche des Eurofighters werde erst bindend, sobald die Verhandlungen aller beteiligten Partner abgeschlossen sind, teilte BAE Systems weiter mit. Die Planung sieht vor, dass Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien in der zweiten Tranche 236 weitere Kampfflugzeuge dieses Typs bestellen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte dazu in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben.

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