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BAE Systems schweigt zu Bericht über Einstiegsinteresse der EADS

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat keine Stellung zu einem Bericht über einen angeblichen Einstieg des Europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS genommen. "Anonyme Branchengerüchte kommentieren wir nicht", erklärte ein BAE-Sprecher am Mittwoch in London.

dpa-afx LONDON. Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat keine Stellung zu einem Bericht über einen angeblichen Einstieg des Europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS genommen. "Anonyme Branchengerüchte kommentieren wir nicht", erklärte ein BAE-Sprecher am Mittwoch in London. Bei EADS war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die "Financial Times Deutschland" hatte unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, EADS habe Interesse an der Übernahme von Teilen des britischen Konkurrenten. Dieser Schritt werde als Alternative oder in Ergänzung zu einem Zusammenschluss mit der französischen Thales erwogen. Ein Einstieg bei BAE Systems könnte laut "FTD" verhindern, dass EADS unter die überwiegende Kontrolle Frankreichs kommt.

'FTD': EADS Will Airbus-Anteil Haben

EADS habe vor allem Interesse an dem restlichen 20-Prozent-Anteil, den BAE Systems an der EADS-Flugzeugtochter Airbus hält, hieß es in dem Bericht weiter. Außerdem habe EADS ein Auge auf den Kampfflugzeugbau mit dem Eurofighter, das Lenkwaffengeschäft sowie auf große Teile der Militärelektronik geworfen.

Die "FTD" hatte einen namentlich nicht genannten EADS-Manager mit den Worten zitiert: "Die nächste Runde in der europäischen Rüstungskonsolidierung steht bevor. Es ist aber noch nicht klar, wie die Strukturen aussehen." Zwischen den fünf großen europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzernen EADS, Thales , BAE Systems, Finmeccanica und Saab könne es in absehbarer Zeit neue Konstellationen geben. Der FTD war es nicht möglich, für den Plan eines Einstiegs bei BAE Systems eine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

Äußerungen französischer Regierungsmitglieder, die sich für eine Fusion zwischen EADS und Thales eingesetzt hatten, waren jüngst in Deutschland laut Presseinformationen auf Kritik gestoßen. Sowohl die Bundesregierung als auch der EADS-Großaktionär Daimler-Chrysler , der 30,28 Prozent an der EADS hält, lehnten einen solchen Schritt ab, berichtete die "FTD".

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