BAE will sich auf Kerngeschäft konzentrieren
Astrium-Erwerb durch EADS genehmigt

Die Europäische Kommission hat am Montag der geplanten kompletten Übernahme der Satellitenfirma Astrium durch den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS zugestimmt. EADS darf demnach den 25,7-prozentigen Astrium-Anteil des britischen Luft- und Raumfahrtunternehmens BAE Systems erwerben. Nach BAE-Angaben gibt es allerdings noch kein Abkommen mit EADS über den Verkauf der Beteiligung.

Reuters BRÜSSEL/LONDON. "Die Kommission hat festgestellt, dass sich die Wettbewerbsprobleme durch die Transaktion nicht vergrößern", erklärte die EU-Kommission am Montag in Brüssel. Ein BAE-Sprecher sagte indes, die Verhandlungen mit EADS über die Veräußerung des Astrium-Anteils dauerten an.

BAE und EADS hatten die geplante Transaktion über 165 Mill. Pfund Sterling (rund 256 Mill. Euro) im Juli dieses Jahres angekündigt. Der britische Konzern hatte dabei erklärt, der Verkauf des Astrium-Anteils ermögliche es ihm, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Astrium stellt Erdbeobachtungs- und Kommunikationssatelliten her.

Die vor zwei Jahren durch den Zusammenschluss der führenden deutschen, französischen und spanischen Luft- und Raumfahrt- Unternehmen entstandene EADS hatte erklärt, nach dem Erwerb von Astrium frei über die Zukunft des Satellitenherstellers entscheiden zu können.

Erst vor einem Monat hatten EADS-Manager gewarnt, die europäische Satellitenindustrie sei wegen mangelnder staatlicher Unterstützung bedroht. Die Branche wird in Europa von Arianespace dominiert, deren größter Anteilseigner EADS ist.

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