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Bärenstimmung

Bärenstimmung in New York. Das galt in der abgelaufenen Woche vor allem für Technologieaktien wie Intel, Apple, Dell. Die Börsenfavoriten haben in diesen Wochen vor Gewinn- und Umsatzeinbrüchen gewarnt. Techs, Broker und Einzelhandelsunternehmen waren dabei die schwächsten Performer.

Der Dow Jones Index ist mit einem Minus von 0,5 Prozent noch glimpflich davon gekommen. Die Technologiebörse Nasdaq hingegen büßte knapp zehn Prozent ein.



Dell

brachte die Börse zur Wochenmitte ins Straucheln. Das vom Management selbst gesteckte hohe Umsatzziel wird man nicht erreichen können. Wer hoch stapelt, kann auch tief fallen. In diesem Fall riss es auch die Mitbewerber IBM, Hewlett-Packard, Compaq und Gateway nach unten. Investoren könnten nun günstig in einige ausgewählte Computerwerte einsteigen. So beurteilt zumindest Michael Sauerborn, Aktienstratege beim Investmenthaus Merrill Lynch, den Tech-Tiefgang.



Oracle

, weltgrößter Datenbanksoftwarehersteller, büßte in dieser Woche mehr als zehn Prozent ein. Das Management warnte die Anleger auch in diesem Fall, dass man beim Umsatz einen Gang zurück schalten wird. Die Investmentbank J. P. Morgan sieht jedoch für Oracle durch die rosa-rote Brillt: "Der Umsatz gewinnt bei Oracle erfahrungsgemäß in den späteren Quartalen eines Geschäftsjahres an Fahrt", heißt es. Auch Goldman Sachs bestätigt den Wert auf der Empfehlungsliste. Seit Oktober 1998 hat Oracle fast 600 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: die Nasdaq hingegen noch nicht einmal 150 Prozent.



Trotz eines kurzen Aufbäumens verlor Boeing an Wert. Der Flugzeugbauer aus Seattle hat bei einem Großauftrag von Singapore Airlines den Kürzeren gezogen. Das europäische Unternehmen Airbus verkauft nun den noch zu bauenden Großraumjet. Damit haben sich die Asiaten gegen den Jumbo von Boeing entschieden. Zwischenzeitliche Belebung gab es für die Boeing-Aktie, weil Air France die amerikanische 777 kaufen wird.



Von staatlicher Hand gab keine negativen Börsenimpulse. US-Notenbankchef Alan Greenspan hat am Dienstag die Zinsen unverändert gelassen. Er wird aber, wie er sagte, insbesondere die hohen Ölpreise weiter im Auge behalten. Sie könnten dafür sorgen, dass die Verbraucherpreise wieder angeheizt werden.



Nach Analyst Sauerborn werden die Börsianer bis Ende Oktober wohl noch mit Volatilitäten rechen müssen. Doch in der nächsten Woche können sich die Investoren erst einmal auf neue Zahlen stürzen. Die Ertragssaison beginnt.

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