Archiv
Bärenstimmung

Der Nasdaq Index dümpelt zum Mittag immer noch in der Verlustzone. Die Gewinne vom Dienstag sind mittlerweile eine längst verblasste Erinnerung. Die Gewinnwarnungen von Bank of America und Apple Computer löschen den Optimismus. Am Dienstag gab Alan Greenspan bekannt, seine Haltung geändert zu haben. Investoren leiten daraus ab, dass die US-Notenbank einer Zinssenkung nicht abgeneigt sei. Doch nun machen die Warnungen den Investoren die rückläufige Nachfrage nach Technologie wieder bewusst. Und Rezessionsängste entstehen. Rezession: Ein Wort, das bis jetzt noch kaum einer auszusprechen wagt und dennoch in der Luft schwebt.

Der Dow Jones Index pendelt zwischen Gewinn- und Verlustzone. Er wird von der Pharmabranche und Ölaktien an der Nulllinie gehalten. Merck, Johnson & Johnson steigen. Eili Lilly tendiert um fast drei Prozent stärker, nachdem Goldman Sachs den Wert auf der Empfehlungsliste bestätigt hat. Goldman Sachs loben insbesondere die Forschungserfolge im Biotechnologiebereich. Unter den Dow Jones Gewinnern findet sich zudem auch Exxon.



Unter Druck gerät heute noch einmal der Einzelhandelssektor. Die Elektronikladenkette Best Buy verliert stark an Wert, nachdem bekannt wurde, das Unternehmen kaufte für 425 Millionen Dollar in Aktien das Unternehmen Musicland Stores. UBS Warburg bestraft das Vorhaben sofort mit einer drastischen Abstufung von "agressiv kaufen" auf "halten". Gestern hatte das Konkurrenzunternehmen Circuit City eine Gewinnwarnung veröffentlicht.



Am Morgen hat Motorola die Anleger am Morgen geschockt. Der Mobiltelefonhersteller kann die Prognosen für das laufende Quartal nicht einhalten und reduziert zudem die Zukunftsaussichten für das Jahr 2001. Motorola begründet die Gewinnwarnung nicht nur mit geringeren Umsätzen im Kommunikationsbereich. Auch die Einnahmen im Chipbereich hätten sich wegen der abkühlenden US-Konjunktur und der rückläufigen Nachfrage der Chipindustrie schlechter entwickelt als erwartet.



Der gesamte Softwarebereich leidet unter einer Abstufung Microsofts von Goldman Sachs. Die Analysten reduzieren die Erwartungen für den Softwarekonzern auf Grund der schleppenden PC-Verkäufe. Da das PC-Geschäft lediglich zehn Prozent des Gesamtumsatzes von Microsoft betrifft, werden die Erwartungen allerdings nicht drastisch gekürzt. Microsoft führt die Verliererliste des Dow Jones Indexes an.



Doch an der Nasdaq gibt es auch Gewinner. So zum Beispiel der B2B-Wert Ariba. Goldman Sachs hat die Aktie des Softwareanbieters für Internetmarktplätze unter die Lupe genommen. Dabei lässt die erste Einstufung keine Wünsche offen. Ariba bekommt das beste Urteil, das vergeben wird: das Papier steht auf der Empfehlungsliste. Konkurrent Commerce One tendiert leicht im Minus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%