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Bäurer trennt sich von Tochter und Mitarbeitern

Der Softwarehersteller bäurer AG hat sich im Zuge seiner Neuausrichtung von seiner nicht zum Kerngeschäft gehörenden Tochter Orga Data Team AG (ODT) getrennt.

Reuters HÜFINGEN. Zudem werde der margenschwache Geschäftsbereich IT-Services in ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem erfahrenen Partner eingebracht, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Montag mit. Durch die Desinvestitionen werde sowohl die Liquidität der Bäurer-Gruppe als auch die künftige Ertragslage deutlich verbessert. Gespräche über weitere Portfoliobereinigungen befänden sich im fortgeschrittenem Stadium, hieß es. Die Bäurer-Aktie stieg bis zum Mittag über sieben Prozent auf 2,30 Euro.

Die Bäurer-Tochter ODT, ein Anbieter von Planungssoftware für den Küchen- und Möbelfachhandel, sei mit sofortiger Wirkung von der Carat GmbH, ein Unternehmen der MHK Verbundsgruppe, übernommen worden, teilte die Gesellschaft weiter mit. Der Bereich IT-Services mit rund 55 Mitarbeitern, der vor allem die Lieferung und Wartung von Hardware abdecke, solle in ein neu zu gründendes Gemeinschaftsunternehmen mit der Kölner Simac ICT GmbH eingebracht werden. An dem Joint Venture werde Bäurer 25,1 % der Anteile halten. Die Zahl der Mitarbeiter wolle Bäurer, inklusive der Desinvestments, bis Ende Oktober auf rund 685 reduzieren. Zu Jahresbeginn hatte die Gesellschaft noch rund 955 Mitarbeiter beschäftigt.

Zum neuen Chief Technological Officer (CTO) der Bäurer AG sei Dietmar Reinhard bestellt worden, hieß es weiter. Reinhard ist den Angaben zufolge seit Januar 2000 Geschäftsführer der Bäurer Componentware GmbH und General Manager der TPS Labs. Jakob Breitenbach, bisher zuständig für Forschung und Entwicklung, scheide aus dem Vorstand aus. Er werde sich künftig vollständig auf den Ausbau der vor einem Jahr gestarteten Division Indien konzentrieren.

Im ersten Halbjahr 2001 hatte Bäurer bei einem Umsatz von 38,8 (Vorjahr: 32,6) Mill. Euro einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 7,4 (minus 8,7) Mill. Euro ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich auf 9,4 (minus 7,5) Mill. Euro. Ende August schätzte Bäurer das gesamte Potenzial der Restrukturierung auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Für das Gesamtjahr 2001 erwartet Bäurer früheren Angaben zufolge einen Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 80 Mill. Euro und ein deutlich negatives Ebit.

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